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Rheinberg
Peter Mokros eröffnete Wahlkampf in Millingen

Rheinberg. Bürgermeister-Kandidat der Rheinberger Grünen diskutierte gestern Abend auch über die Zukunft der Sportanlagen. Von Uwe Plien

Wer Wahlkampf am Millinger Sportplatz macht, kommt am Sportstättenkonzept nicht vorbei. Diese Erfahrung machte gestern Abend Peter Mokros. Der Bürgermeister-Kandidat der Grünen eröffnete im Sportlertreff vor kleiner, interessierter Runde seine Vorstellungs-Runde durch die Ortsteile.

Und wurde nach seinen knappen, kritischen Ausführungen zum Handelsabkommen TTIP ("eine Herzenssache für mich") schnell auf den Boden der lokalen Tatsachen geholt. Dafür sorgte Ulrich Glanz, 1. Vorsitzender des SV Millingen. Er zeigte sich enttäuscht darüber, dass alle Fraktionen noch vor einem Jahr beteuert hätten, eine Schließung der Platzanlage an der Jahnstraße stehe nicht zur Diskussion - und nun werde ganz anders gesprochen. "Dieses Eckpunktepapier kann man doch vergessen", schimpfte Glanz. "Die Schließung einer Sportanlage kann nur einhergehen mit einer Neuinvestition an anderer Stelle, weil sonst der Bedarf nicht ausreicht." In Kamp-Lintfort habe man gesehen, dass das Millionen koste.

Mokros, der früher selbst aktiv kickte und Jugendmannschaften trainierte, stimmte dem zu und pflichtete Glanz auch in einem anderen Punkt bei: Wenn man die Zuschüsse streicht, bedeutet das den Tod der Sportvereine. Er sei dafür, alle Plätze in Rheinberg so lange zu erhalten, bis der Beweis erbracht sei, dass es auch anders gehe.

Aber Mokros, der seit 1996 in Ossenberg wohnt, sich 1998 den Grünen anschloss und von Beruf Kriminalbeamter ist, blieb gestern Abend nicht nur beim Sport. Nach drei zentralen Schwerpunkten seiner Arbeit gefragt, nannte er mehr Bürgerbeteiligung (vor allem für Jugendliche), eine strikte Umsetzung der Klimaschutzpläne (Schaffung innovativer Arbeitsplätze, keine weiteren Logistikzentren) und Naherholung (zu wenig Waldflächen in Rheinberg, zu viele Auskiesungen).

Heinz-Willi Coopmann, selbst ehrenamtlicher Ortsvorsteher für den Stadtteil Rheinberg, hakte allgemein nach: "Wie stellen Sie sich Ihre Arbeit in der Verwaltung vor und wie wollen Sie die Stadt als Bürgermeister repräsentieren?"

Er habe als Diplom-Verwaltungswirt keine Angst vor der Arbeit im Stadthaus, wisse aber, dass dies eine große Herausforderung sei und man sich deshalb schwer reinknien müsse, sagte Mokros. Und was die Repräsentanz der Stadt angehe, so habe er am vergangenen Sonntag schon eine Lektion gelernt: "Morgens die Eröffnung einer Boule-Bahn in Budberg, mittags ein Gemeindefest in Wallach und danach ein Pumpennachbarschaftsfest in Spilling - alles an einem Tag. Das schlaucht, macht aber viel Spaß."

Quelle: RP
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