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Verfolgungsjagd in Bayern
Polizei schießt auf in Rheinberg gestohlenen BMW

Rheinberg/Schweinfurt. Ein in der Nacht zu Donnerstag in Rheinberg gestohlener BMW X6 ist am Donnerstag in Bayern wieder aufgetaucht. Am Ende einer atemberaubenden Verfolgungsjagd mit der Polizei wurde er schwer beschädigt.

Gegen 11.50 Uhr hatte ein Beamter der Polizeiinspektion Bad Brückenau in einem Waldstück an der Staatsstraße 2790, nahe der A 7-Anschlussstelle Volkers, den X 6 entdeckt. Es stellte sich heraus, so teilte die Polizei Freitag mit, dass das Fahrzeug der Nacht zuvor in Rheinberg gestohlen worden war. Der Polizist forderte sofort Unterstützungskräfte an.

Am Steuer des gestohlenen X6 saß ein 19-jähriger Osteuropäer, der keinen Führerschein hatte. Als weitere Streifenbesatzungen in dem Waldstück eintrafen, gab der junge Mann plötzlich Gas. Auf dem Feldweg wollten mehrere Polizisten den Fahrer stoppen. Der 19-Jährige raste weiter.

Die Beamten mussten zur Seite springen, um nicht Fluchtwagen erfasst zu werden. Ein Polizist wurde vom Außenspiegel des BMW getroffen. Während des Fluchtversuchs, so die Polizei weiter, gab ein Polizist einen Schuss auf die Reifens des flüchtenden BMW ab. Verletzt wurde dabei niemand.

Am Ende des Feldweges rammte der 19-Jährige einen Streifenwagen, der ihm den Weg versperrte. Sowohl der X6 als auch das Dienstfahrzeug wurden dabei schwer beschädigt. Dies hinderte den jungen Mann jedoch nicht daran, seine Flucht mit qualmenden Reifen in Richtung des Kurortes fortzusetzen.

Etwa 100 Meter nach der Anschlussstelle Volkers kam der BMW von der Fahrbahn ab und blieb neben der Straße stehen. Der 19-Jährige wollte zu Fuß über die eine angrenzende Wiese fliehen. Nach rund 200 Metern wurde er jedoch von den Einsatzkräften eingeholt und vorläufig festgenommen. Bei der Verfolgung stürzte ein Polizeibeamter und zog sich dabei leichte Verletzungen zu.

Die weiteren Ermittlungen haben die Kriminalpolizei Schweinfurt und die zuständige Staatsanwaltschaft übernommen. Die Nacht auf Freitag verbrachte der 19-Jährige in Gewahrsam. Freitagmittag wurde er dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der erließ Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des besonders schweren Falls des Diebstahls, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Unfallflucht und Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Anschließens wurde der 19-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

(bp)