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Alpen
Polizeiarbeit nach Noten beeindruckt

Alpen: Polizeiarbeit nach Noten beeindruckt
Das Landespolizeiorchester NRW unter Leitung von Scott Lawton FOTO: Fischer
Alpen. Polizei-Musiker aus Deutschland und den Niederlanden und der Cäcilienchor begeistern in Kirche St. Ulrich in Alpen. Von Eva Karnofsky

So voll wie am Sonntagabend dürfte "Tochter Zion" in der Alpener St.-Ulrich-Kirche nur selten klingen. Das bekannte Weihnachtslied von Georg Friedrich Händel war der Höhepunkt des Konzerts "Bürger und Polizei singen und musizieren zum Advent", bei dem der Politiekoor Twente aus dem niederländischen Enschede, das Harmonie-Ensemble des Landespolizeiorchesters NRW und der Kirchenchor "Cäcilia" St. Ulrich gemeinsam sangen und spielten. Und auch die rund 150 Besucher beteiligten sich am großen Finale.

Bereits vor drei Jahren war das gemeinsame Adventskonzert des Alpener Kirchenchors und der Polizei-Musiker aus Deutschland und den Niederlanden gut angekommen. Damals feierte man die Renovierung der Kirche St. Ulrich. Jetzt brauchte man keinen Anlass mehr. Die Idee stammte damals von Hauptkommissarin Sabine Vetter, der Pressesprecherin der Polizei des Kreises Wesel. Sie lebt in Alpen und freute sich besonders, dass die Gäste aus Enschede und Wuppertal erneut den Weg in ihre Heimatgemeinde gefunden haben.

"Wir sind gern wiedergekommen", sagt Bert Schelfhorst, der Vorsitzende der 27 Twenter Sänger. Er weist darauf hin, dass sein Chor Gast-Mitglied des Chorverbandes der deutschen Polizei ist. "Sie ist immer schön, die Verbindung der Polizei zum Bürger", fügt er in perfektem Deutsch hinzu, und er meint, die Nationalität spiele da keine Rolle. Schelfhorst freute sich besonders auf das Konzert, da es der erste öffentliche Auftritt des neuen Chor-Dirigenten Tim de Man war. Der erst 28-jährige Musiklehrer meisterte seine neue Aufgabe mit Bravour.

Die Niederländer, die von Gitarre, Schlagzeug und Klavier begleitet wurden, sangen verschiedene internationale Weihnachtslieder, darunter das englische "Coventry Caroll", die alle eigens für den Twenter Chor peppig arrangiert worden sind. Besonderen Applaus ernteten die bestens aufgelegten Sänger für ihren mitreißenden Gospel-Medley.

Für die klassischen Weihnachtslieder sorgte der Kirchenchor Cäcilia St. Ulrich unter der Leitung von Annegret Walbröhl, die auch für die Orgelbegleitung zuständig war. Neben "Maria durch ein Dornwald ging" lieferten die 30 Männer und Frauen aus Alpen unter anderem ein professionelles "Ave Maria" ab. Doch auch ihre Version des traditionellen irischen Weihnachtsliedes "Angelus ad virginem" überzeugte.

Das Harmonie-Ensemble des Landespolizeiorchesters NRW unter Leitung von Scott Lawton macht Öffentlichkeitsarbeit für die Polizei. Am meisten gefällt Lawton dabei die Zusammenarbeit mit Schulen: "Ganz besonders, wenn sie in sozialen Brennpunkten liegen", sagt der amerikanische Dirigent in der blauen NRW-Polizeiuniform, "da kommen wir sehr gut an." Und es hilft, das Ansehen der Polizei zu steigern. In Alpen steuerte Lawtons Truppe die Klassik bei.

Das achtköpfige Blasorchester - sieben Männer und eine Frau an der Querflöte - bot mit Serenaden von Mozart und Krommer sowie Tschaikowskys "Barcarole" typische Stücke der Harmoniemusik. Besonders brillierte das Ensemble jedoch mit einer kleinen Sinfonie von Charles Gounod, die so sanft daherkam, wie man es einem Bläser-Ensemble kaum zutraut.

Für Annegret Walbröhl war die Zusammenarbeit mit den Musikern und Sängern in Uniform "total spannend". Besonders beeindruckt hat sie, wie entspannt die Sänger aus Enschede vor ihrem Auftritt waren. Die Gastgeber, Pfarrer Dietmar Hehse von St. Ulrich und Landrat Dr. Ansgar Müller, zeigten sich sehr zufrieden mit dem Konzert. Auch das Publikum war begeistert. Es war für jeden Geschmack etwas dabei.

Quelle: RP
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