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Rheinberg
Polizeiwache hat einen neuen Leiter

Rheinberg: Polizeiwache hat einen neuen Leiter
Wolfgang Riedel vor seinem neuen Arbeitsplatz, der Polizeiwache am Kirchplatz in Rheinberg. Der 53-jährige Xantener ist seit 36 Jahren bei der Polizei. FOTO: Christoph Reichwein
Rheinberg. Hauptkommissar Wolfgang Riedel ist nun Chef am Kirchplatz. Der 53-jährige Birtener freut sich auf die neue Aufgabe. Von Uwe Plien

Wolfgang Riedel ist kein Neuling im Geschäft. Schon seit 36 Jahren ist er im Polizeidienst. Nach Stationen in verschiedenen Funktionen in Brühl, Duisburg und Düsseldorf kam er 1993 in den Kreis Wesel, war unter anderem Dienstgruppenleiter in Kamp-Lintfort, war beim Verkehrskommissariat und zuletzt Dienstgruppenleiter in Moers. Jetzt ist er Leiter der Polizeiwache Rheinberg. Der 53-jährige Hauptkommissar ist Nachfolger von Willi Giesen, der in den Ruhestand gegangen ist.

Er freue sich sehr über das Vertrauen, das man in ihn setze, sagt Riedel, der betont: "Ich lege sehr viel Wert auf eine gute Zusammenarbeit, etwa mit der Stadt." Dass Stadthaus und Wache nur einen Steinwurf voneinander entfernt liegen, gefalle ihm. Er möchte die Mitarbeiter dort auch bald persönlich kennenlernen. In Rheinberg sei er nicht so verwurzelt wie sein Vorgänger, doch er freue sich auf Stadt und Menschen. Und: "Die meisten der Rheinberger Kollegen kannte ich bereits." Neben den drei bewährten Bezirksdienstpolizisten Werner Speckamp, Uwe Hribsek und Rolf Proest gehören fünf Dienstgruppen à zwei Beamte und ein Kollege in der Wache zum Rheinberger Team.

Wolfgang Riedel ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. "Wenn alles gut geht, werde ich bald zum ersten Mal Opa", sagt der gebürtige Alpener, der in Birten zu Hause ist, mit einem Lächeln im Gesicht. Auch die Frage, ob er als Großvater vielleicht wieder häufiger Nachtschichten schieben müsse, quittiert er mit einem Lächeln. Denn die Nachtdienste, die er auch bei seiner letzten Station in Moers zu verrichten hatte, wird er ganz sicher nicht vermissen. Dann doch schon eher das Motorradfahren. Ein Hobby, das Wolfgang Riedel viele Jahre genossen, vor drei Jahren aber drangegeben hat. "Alles hat seine Zeit", sagt er. "Und irgendwann muss mal Schluss sein."

Dass die Polizeiarbeit im ländlichen Bereich anders laufe als die in der Großstadt, sei ihm klar. Die Wege sind weiter, da könne ein Wagen nicht immer sofort am Einsatzort sein. Riedel: "Aber deshalb müssen die Bürger nicht besorgt sein." Ansgar Müller, als Landrat des Kreises Wesel auch Chef der Polizei mit insgesamt rund 850 Beschäftigten, verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass der Kreis Wesel landesweit bei den Einsatzreaktionszeiten gut abschneide. "Von 47 Kreispolizeibehörden in NRW liegen wir in diesem Punkt auf Platz neun."

Müller ist froh, Riedel als Wachleiter zu haben. "Mir ist wichtig, dass qualifizierte und erfahrene Leute solche Aufgaben übernehmen." Wachleiter seien auch Regionalbeauftragte und damit Ansprechpartner für die Stadtverwaltung. Ob Schulen oder städtische Veranstaltungen - es gebe eine enge Verknüpfung. Bürgermeister Frank Tatzel sieht auch die Stadt in der Pflicht. "Dass unsere Ordnungsbehörde und die Polizei gemeinsam für Sicherheit und Ordnung sorgen, hat sich bewährt", so Tatzel. Wachleiter Riedel geht noch einen Schritt weiter. Er sei ein großer Fan davon, auch die Bürger in die Verantwortung zu nehmen: "Das fängt damit an, der Polizei einen Hinweis zu geben, wenn man nachts etwas Verdächtiges hört oder sieht."

Quelle: RP
 
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