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Rheinberg
Praktikum erhöht Ausbildungschancen

Rheinberg: Praktikum erhöht Ausbildungschancen
Jenny und Max, die ein Praktikum in der Aaldering-Gruppe absolviert haben, waren dabei, als Gerardus Aaldering, Berufswahlkoordinator Ralf van Stephaudt, Schulleiter Norbert Giesen und Berufswahlkoordinatorin Gabriele van Hauten (v. l.) die Kooperation festmachten - hinten Ralf Winstroth (l.) und Martin Reichert. FOTO: Fischer
Rheinberg. Europaschule und Aaldering-Gruppe unterzeichneten gestern eine Kooperationsvereinbarung. Das Unternehmen bietet Schülern die Möglichkeit zu einem Praktikum in unterschiedlichen Berufsfeldern und hilft so bei Berufsfindung. Von Nicole Maibusch

Max und Jenny (beide 15 Jahre) stehen noch ganz unter dem Eindruck ihres Schülerpraktikums, das sie gerade beendet haben. Die beiden Neuntklässler der Europaschule Rheinberg haben drei Wochen lang im zur Aaldering Unternehmensgruppe gehörenden Pflegezentrum Wiesenhof verbracht und waren dort in der Tagespflege tätig. "Ich habe mir im Vorfeld schon Gedanken gemacht, ob diese Arbeit etwas für mich ist", erzählt Max, der zuvor bereits in den Bereich EDV "hineingeschnuppert" hatte. Schnell habe er gemerkt, dass die Altenpflege "genau mein Ding ist".

Jenny hat unter anderem das Verwaltungsteam der Tagespflege unterstützt und dabei ihren Traumberuf gefunden. "Ich möchte eine Ausbildung zur Bürokauffrau im Gesundheitswesen machen", ist sich die Europaschülerin nach dem Praktikum nun ganz sicher.

Seit rund zwei Jahren finden Jugendliche der Europaschule im Rheinberger Pflegezentrum an der Xantener Straße die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren. Jetzt haben die Aaldering-Gruppe und die Europaschule Nägel mit Köpfen gemacht und die lose Zusammenarbeit in eine feste, schriftlich fixierte Kooperation gegossen.

Den Kontakt hatten die beiden Berufswahlkoordinatoren der Europaschule, Gabriele Vanhouttem und Ralf van Stephaudt, zu Ralf Winstroth, Generalbevollmächtigter der Aaldering-Gruppe, geknüpft. "Und wenn wir ein Unternehmen erst mal an der Angel haben, dann lassen wir es so schnell nicht mehr los", Vanhouttem gestern bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit einem Schmunzeln.

Die Aaldering-Gruppe ist der fünfte feste Kooperationspartner der Schule und ein echter Glücksfall, sagte Schulleiter Norbert Giesen: Ein Kooperationspartner vor Ort bedeute nicht nur in allen Belangen kurze Wege, sondern für die Jungen und Mädchen auch die Gelegenheit, in viele Unternehmen und Unternehmensbereiche "hineinzuschnuppern".

Gerardus Aaldering, Chef des Pflegezentrums Wiesenhof und Großvater von fünf derzeit noch nicht schulpflichtigen Kindern, freute sich sichtlich über die Begeisterung von Jenny und Max. "Es ist so wichtig, dass junge Menschen die Chance bekommen herauszufinden, was sie im Leben machen möchten und was sie glücklich macht." Nicht ohne Hintergedanken: Engagierte Praktikanten sind potenzielle Auszubildende und damit eine gute Investition in die Entwicklung des Unternehmens.

60 Azubis erhalten derzeit in der Aaldering-Gruppe in unterschiedlichen Bereichen ihr berufliches Rüstzeug. Das mache etwa zehn Prozent der gesamten Belegschaft aus.

Bei der Auswahl der Nachwuchskräfte schaut man bei Aaldering übrigens über den Papierrand der Bewerbung hinaus. Wer zuvor im Praktikum zu überzeugen wusste, hat gute Karten für einen Ausbildungsplatz. "Wir müssen das rausholen, was in den jungen Menschen steckt - jeder Mensch hat andere Stärken", betonte Aaldering.

Quelle: RP
 
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