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Alpen
Presbyter: Gemeinden haben keine Wahl

Alpen. Teil zwei der Vorschau auf die Presbyteriumswahlen in der Region - heute: Alpen und Sonsbeck Von Nicole Maibusch

Das Motto klingt wie ein Appell an die Gemeindeglieder: herkommen und mitbestimmen. "Aufkreuzen für die Gemeinde" heißt es am Sonntag, 14. Februar, bei den Presbyteriumswahlen in den evangelischen Kirchengemeinden. In Alpen und Sonsbeck allerdings kann niemand sein Kreuzchen machen. In beiden Gemeinden fanden sich zu wenig Kandidaten.

Dabei war in Sonsbeck die Zahl der Presbyterstellen im Vorfeld der Wahl von neun auf sieben reduziert worden, weil die evangelische Kirchengemeinde mehr als die gesetzliche vorgeschriebene Anzahl hatte. "Zwei neue Kandidaten hätten wir aufstellen müssen", erläutert der Sonsbecker Presbyteriumsvorsitzende Helmut Schwerdtfeger.

Ähnlich ist die Situation in Alpen. Hier sind genau vier Presbyterstellen neu zu besetzen. "Es fanden sich aber eben nur gleich viele Kandidaten", informiert der Alpener Pastor Dr. Hartmut Becks. Er hält eine Wahl ohnehin nur dann für sinnvoll, wenn es auch ausreichend Kandidaten gibt. "Für jede Stelle zwei Kandidaten, das ist eine richtige Wahl", so Becks. Früher sei das kein Problem gewesen. Doch es fällt zunehmend schwerer, Bewerber zu finden. "Viele sind beruflich und privat so stark eingebunden, dass kaum mehr Zeit bleibt", sagt der Alpener Pfarrer.

Dabei wurde in beiden Gemeinden in den vergangenen Monaten tüchtig die Werbetrommel gerührt. So sei auf dem Gemeindefest geworben worden, bestätigt Schwerdtfeger. In Alpen wurden über 20 Gemeindeglieder angesprochen. In beiden Fällen ohne Erfolg.

Für Sonsbeck macht Presbyteriumsvorsitzender Schwerdtfeger einen weiteren Grund aus: Die Gemeinde befindet sich derzeit im Umbruch, hat die Kirchsanierung vor der Brust. "Das ist eine hohe Verantwortung für das Leitungsgremium der Gemeinde", sagt Schwerdtfeger. Die Gemeindepfarrerin, die noch vor ihrer offiziellen Einführung erkrankt ist, werde noch auf unbestimmte Zeit ausfallen. Auch das komme sicherlich erschwerend hinzu.

Dennoch sehen sowohl Helmut Schwerdtfeger als auch Pfarrer Becks ihre Presbyterien gut aufgestellt. Die Mitglieder seien engagiert und leisteten qualifizierte Arbeit. Schwarz für die Zukunft sehen die beiden nicht: Unter anderem über die Arbeit in den Fachausschüssen will man zusätzliche Mitstreiter gewinnen.

Quelle: RP
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