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Rheinberg
Prinzenpaar tanzt sich in die Herzen der Narren

Rheinberg. Heidi I. und Lothar I. standen beim "Bunten Nachmittag" des Karnevalsausschusses Gemütlichkeit in Ossenberg im Mittelpunkt. Von Erwin Kohl

"Es ist so toll, Prinzessin zu sein, wir sind sprachlos über diese wunderschöne Session", begrüßte Prinzessin Heidi I. (Heidemarie Künzler) Hand in Hand mit ihrem Prinzen und Ehemann Lothar I. die närrischen Gäste zum "Bunten Nachmittag" der KAG im evangelischen Gemeindehaus Ossenberg an der Kapellenfeldstraße.

Die rund 150 Besucher durften sich wie immer bereits eine Stunde vor Beginn am reichhaltigen Kuchenbuffet bedienen. Als Eisbrecher eröffneten die "Red Angels", Stadtmeister im Gardetanz, unter der Leitung von Kathrin Nehring mit einer gewohnt erstklassigen Aufführung das Programm.

Den Auftakt in der Bütt gestaltete Ludger Opgenorth in seiner Paraderolle als "Lieve Jong" und zwar mit offenem Hosenstall. "Wenn der Wellensittich tot ist, kann der Käfig ruhig los bleiben", kommentierte das Ossenberger Urgestein sein Missgeschick. Für das weibliche Geschlecht hatte der jecke Frauenflüsterer einen praktischen Tipp parat: "Wenn ihr euch einen Mann aussucht, nehmt einen richtig Hübschen. Die anderen werdet ihr nicht mehr los." Längst eine Institution im Ossenberger Karneval ist Solomariechen Elena Otto. Die routinierten Radschläge und Sprünge der preisgekrönten Tänzerin quittierte das Publikum mit der Forderung nach einer Zugabe.

Der bunte Nachmittag geriet danach zu einem örtlichen Prinzentreffen. Neben den Tollitäten aus Borth und Millingen ließ es sich auch Rheinbergs Prinz Markus nicht nehmen, den Ossenbergern mit einer Abordnung der Rhinberkse Jonges einen Besuch abzustatten.

Ein weiterer Höhepunkt dann war der Auftritt von Bauchredner Willy Gietmann aus Veen mit seinem rotzfrechen Frosch Charly. Der zeigte sich dermaßen angetan von Ihrer Lieblichkeit Heidi I., dass er unbedingt einen Kuss von ihr haben wollte. Die Prinzessin tat ihm den Gefallen, auch wenn sie diese Art der adligen Partnersuche nicht mehr nötig hat: "Ich habe meinen Prinzen schon seit 40 Jahren."

Für ordentliche Karnevalsstimmung sorgten im Anschluss die Berkas aus Rheinberg. Die musikalische Aufforderung des Publikums "Einer geht noch" konterten sie mit der Zugabe "Keiner darf nach Hause gehen, so lang nicht alle auf den Tischen stehen".

Training für die Lachmuskeln boten "Die zwei Schlawiner" alias Ludger Opgenorth und Hermann Terwiel als Angler und Jäger. Terwiel erläuterte zu Beginn, dass sich gewisse Abläufe im Laufe einer langen Ehe ändern können: "Wenn ich früher nach Hause kam, hat mich der Hund mit lautem Gebell begrüßt und meine Frau mir die Latschen gebracht. Heute ist das umgekehrt."

Ludger Opgenorth nahm den Faden auf und erinnerte sich daran, dass er nach der Eheschließung auf die Fahrt in der Hochzeitskutsche verzichtete: "Ich hatte Angst, dass sie meine Frau davor spannen." Mit der Hymne "Oh mein Ossenberg" beendete das "Ossenberger Damenteam" stimmungsvoll das bunte Programm.

Für eine Zugabe der besonderen Art sorgte dann das Prinzenpaar persönlich. Mit akrobatischen Tanzeinlagen machten die Tollitäten deutlich, warum sie den Beinamen "Die Tanzenden" tragen.

Quelle: RP
 
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