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Rheinberg
Pulverturm-Initiative: Schulerweiterung ist zu teuer

Rheinberg. Die Initiative "Rund um den Pulverturm" hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Bau des geplanten Awo-Gebäudes an der Ecke Ritterstraße/Alte Rheinstraße zu verhindern. Das Thema beherrscht die öffentliche Diskussion seit Monaten. Von Uwe Plien

Die Pulverturm-Initiative verbindet ihre beharrliche Kritik mit den Erweiterungsplänen für die Europaschule. Man habe Sorge, "dass sich die Stadt Rheinberg bei ihren Schulerweiterungsplänen finanziell übernimmt und zugleich das gut erhaltene Schulgebäude (an der Kurfürstenstraße) wertlos zum Grundstückspreis minus Abrisskosten wegschenkt", schreibt Initiator Ralf Winstroth an Bürgermeister Frank Tatzel. Deshalb habe man die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA) eingeschaltet, von dort sei allerdings lediglich die Nachricht gekommen, dass man dort unmittelbar nicht für dieses Anliegen zuständig sei. Zuständig sei der Kreis Wesel als Kommunalaufsicht.

Die GPA habe einen Blick in den unter www.gpanrw.de/media öffentlich einsehbaren Bericht über die Prüfung der Rheinberger Stadtverwaltung zu werfen. Die Initiative erwarte nun, dass die Verwaltung die darin angeführten Daten und Fakten insbesondere zur Schulerweiterung möglichst schnell öffentlich macht. "Diese Informationen müssen geliefert und im Bewusstsein dessen muss debattiert und entschieden werden, bevor irreversibel Weichen gestellt bzw. Fakten geschaffen werden, welche die Stadt Rheinberg im Stile von Stuttgart 21, Berlin 20....?..., allerdings im kleineren Maßstab, aber für unsere kleine Stadt genauso prekär, in die finanzwirtschaftliche Bredouille bringen", heißt es in dem Schreiben. Winstroth nennt ein Beispiel: Gegenüber den GPA-Prüfern habe man die Baukosten mit 10,6 Millionen angegeben. Bereits im März dieses Jahres sei im Bauausschuss allerdings von 14 Millionen Euro die Rede gewesen. Auch bezüglich der Größe der geplanten Schulerweiterung mahne die GPA zum Sparen. Im Bericht heiße es: "Die Stadt Rheinberg sollte überprüfen, ob es erforderlich ist, die Europaschule im geplanten Umfang zu erweitern." Die Initiative kommt zu dem Schluss, "dass eine intelligentere und kostensparende Lösung möglich sei". Zudem bliebe das Stadtburgareal unversehrt, wenn es gelinge, die Awo anderswo anzusiedeln.

Quelle: RP
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