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Rheinberg
Pumpennachbarschaft "K 14" ist 25 Jahre alt

Rheinberg. Die Borther Straße verbindet die Ortschaften Ossenberg und Borth. Unter diesem Namen kennt sie jeder. Die offizielle Bezeichnung für die Kreisstraße lautet aber "K14". Danach hat sich die Pumpennachbarschaft benannt, deren Mitglieder dort und an der Ossenberger Straße sowie im Borther Feld leben. Jetzt feierten die geselligen Nachbarn ihr 25-jähriges Beisammensein. Von Erwin Kohl

Eigens für diesen Anlass wurde eine neue Pumpe mitsamt einer gemütlichen Sitzecke im Schatten des Bahndamms errichtet - alles in Eigenleistung. Weil dort seit dem vergangenen Jahr keine Züge mehr rollen, dürfte sich der von Jakob Minten gewünschte Verwendungszweck schon bald einstellen: "Die Sitzecke an der Pumpe soll eine Kommunikationsstätte werden, ein Ort, an dem sich die Nachbarn bei schönen Wetter treffen."

Das war am alten Standort direkt an der K14 aufgrund des andauernden Verkehrslärms nicht mehr möglich. Das Fundament der Pumpe wurde also ausgegraben, und das hatte es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. "Zur Gründung wurde damals ein Schriftstück verfasst, auf dem unter anderem die Namen der fünf Gründungsmitglieder stehen. Dieses Schriftstück kam in eine Glasflasche, die ins Fundament einbetoniert worden ist", erzählt Pumpenmeister Heinz-Josef Janssen.

Eine Kopie von dieser Urkunde existiert nicht, und von den Gründungsmitgliedern ist einzig Jörg Albert als Mitglied der Pumpennachbarschaft K 14 übriggeblieben. "Dieses Schriftstück ist für uns sehr wichtig, wir wolllen unbedingt wissen, was darauf vermerkt ist", sagt Jakob Minten.

Deshalb wurde der Betonklotz als Höhepunkt der Jubiläumsfeier vorsichtig zerkleinert, um an die Flasche zu gelangen. "Das war richtig spannend", so Minten. Heinz-Josef Janssen erklärte, was dann damit geschieht: "Als erstes machen wir davon eine Kopie. Dann wird sie am Standort der neuen Pumpe wieder vergraben."

Und vielleicht in 25 Jahren wieder hervorgeholt, denn Nachwuchssorgen hat man hier keine. Neben den 47 Mitgliedern zählen viele Kinder zur Nachbarschaft. Für die lag draußen auf der Wiese eine Hüpfburg aufbaufertig parat. Leider haben Sturm und Regen das verhindert.

Kurzerhand haben die findigen Nachbarn einen Kicker und andere Spielgeräte in die Party-Scheune von Theo Balzen gebracht, in die man die Veranstaltung aufgrund des schlechten Wetters verlegt hatte. Überhaupt hat man die lieben Kleinen hier immer im Blick.

Ausflüge wie Fahrradtouren oder Planwagenfahrten werden immer kindgerecht gestaltet, gehen mal auf einen Kleintierhof oder zum großen Waldspielplatz auf dem Oermter Berg bei Schaephuysen. Den ursprünglichen Sinn einer Pumpennachbarschaft haben sich die K 14er bis heute bewahrt: "Wir halten in Freud' und Leid zusammen, das ist einfach eine tolle Gemeinschaft", versichert Janssen.

Quelle: RP
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