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Rheinberg
"Radfahrer machen Städte lebenswerter"

Rheinberg: "Radfahrer machen Städte lebenswerter"
Nicole Weber, die Klimaschutzmanagerin der Stadt Rheinberg, begrüßte Stadtradel-Botschafter Rainer Fumpfei auf dem Großen Markt. Der 43-jährige Berliner kam aus Dorsten und fuhr weiter nach Köln. FOTO: Olaf Ostermann
Rheinberg. Stadtradel-Botschafter Rainer Fumpfei legte auf seiner Deutschlandtour eine Station in Rheinberg ein. Dort wurde er von Nicole Weber empfangen, die die vorläufigen Ergebnisse des Rheinberger Stadtradelns bekannt gab. Von Peter Gottschlich

Rheinberg zählt zu führenden Kommunen beim Stadtradeln. Davon überzeugte sich Rainer Fumpfei. Von Dorsten kommend, machte er am Sonntag als Stadtradel-Botschafter des Klima-Bündnisses Station auf dem Markt, wo er fürs Fahrradfahren warb und sich von Nicole Weber über das Stadtradeln in Rheinberg informieren ließ. Gestern fuhr er nach Köln weiter.

"In diesem Jahr hatten wir beim Stadtradeln 1662 Teilnehmer", berichtete die Klimaschutzmanagerin der Stadt. "Insgesamt haben sie 168 000 Kilometer zurückgelegt. Sie haben also gut vier Mal die Erde umrundet. In der Metropolregion Ruhr erreichte Rheinberg den vierten Platz hinter Duisburg. Obwohl diese Stadt viel größer ist, kommt sie nur auf 173 000 Kilometer."

Die Zahlen sind noch nicht endgültig. Denn fürs Stadtradeln, das in Rheinberg vom 11. bis zum 31. Mai. lief, gehen gerade die letzten Meldungen der Teilnehmer ein. Sie haben die Kilometer, die sie mit dem Fahrrad zurückgelegt haben, in Listen eingetragen. Wie in den Vorjahren sind es im Durchschnitt fünf Kilometer je Teilnehmer und Tag - oder gut 100 in drei Wochen. Mit diesen Werten ist Rheinberg auch im Kreis Wesel führend, in dem sich noch die Städte Dinslaken und Moers am Stadtradeln beteiligen. "Wir konnten viele Rheinberger motivieren, bei der Aktion dabei zu sein", so Nicole Weber. "Zum Beispiel Grundschulklassen oder den Bürgermeister." Selbst wenn die Stadt gut dasteht, sieht die Klimaschutzmanagerin das Ziel noch nicht erreicht: "Bei Kurzstrecken haben viele den Autoschlüssel zu schnell in der Hand, selbst wenn es mit dem Fahrrad schneller geht. Die Alltagsmobilität mit dem Fahrrad ist zu stärken. Bei der Freizeitmobilität hat das Fahrrad bereits eine hohe Bedeutung." Auch Rainer Fumpfei sprach sich dafür aus, den Fahrradverkehr zu stärken. "Radfahrer machen eine Stadt lebenswerter", sagte der Botschafter. "Sie verursachen keinen Lärm und keine Abgase. Sie verbrauchen weniger Platz zum Parken als Autofahrer. Und Kinder haben Raum, auf der Straße zu spielen. Ganz nebenbei steigere ich mit dem Radfahren meine Fitness."

Die wird der 43-jährige Berufsfeuerwehrmann aus Berlin, der sich für seinen ehrenamtlichen Botschafterjob Urlaub genommen hat, weiter steigern. Bis zum 28. Juni radelt er nach München. Jeden Tag ist er zwischen 40 und 200 Kilometer unterwegs, um einige der 300 Städte und Gemeinden anzufahren, die sich beim Stadtradeln beteiligen. "Ich fahre 30 Kilometer im Stundenschnitt", so Rainer Fumpfei. Von München geht es dann mit dem Fernbus zurück nach Berlin. Die Mitnahme des Fahrrades ist für ihn als ADFC-Mitglied gratis.

Quelle: RP
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