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Alpen
Radwandertag: Auf dem Sattel werden Fremde zu Freunden

Alpen: Radwandertag: Auf dem Sattel werden Fremde zu Freunden
Getreu dem Motto "Frankreich am Niederrhein" hat Künstlerin Kiki Dietz eine aus Kacheln bestehende Trikolore auf dem Lindenplatz gelegt. FOTO: Ostermann
Alpen. In Rheinberg durften die Teilnehmer des 26. Niederrheinischen Radwandertages schon vor dem Start ihre Spuren hinterlassen. Getreu dem Motto "Frankreich am Niederrhein" hat Künstlerin Kiki Dietz eine aus Kacheln bestehende Trikolore auf dem Lindenplatz gelegt, auf der die mit Wasserfarbe versehenen Räder ihr Profil hinterließen. "Das Bild wird hinterher einen Platz im Rathaus finden", versprach Bürgermeister Frank Tatzel. Von Erwin Kohl

Drei Strecken mit einer Länge von 40 bis 60 Kilometer standen dort zur Auswahl. Werner Heinen hat sich für die große Tour über die rechte Rheinseite entschieden. Seit 26 Jahren nimmt er an der Rundfahrt teil, enttäuscht ist der 80-Jährige von der geringen Resonanz: "So wenig waren es noch nie."

In Alpen warteten schon lange vor dem Startschuss um zehn Uhr rund 30 Radfahrer. Gemessen an den vergangenen Jahren war der Zuspruch aber auch dort mau. "Zum einen liegt das an der dichten Wolkendecke. Zum anderen findet heute auch die Tour de Flur statt, das ist eine sehr unglückliche Terminierung", meinte der stellvertretende Bürgermeister Thomas Janßen. Der Infostand der Kreisverkehrswacht, die Ausstellung aktueller E-Bikes oder eine Stärkung am Stand der Moldawienhilfe machten den "Boxenstopp" kurzweilig. Und wer eine Teilnehmerkarte mit zwei Stempeln dabei hatte, durfte sich zudem Hoffnungen auf zahlreiche Preise machen, die von den Geschäftsleuten zur Verfügung gestellt wurden.

An der Gommanschen Mühle in Sonsbeck zogen sich viele Teilnehmer noch schnell die Regenkleidung an. Bürgermeister Heiko Schmidt gab den Radlern zum Start einen Tipp: "Wenn sie schnell genug fahren, verdampft der Regen." Johannes Hansen nutzt derweil die Zeit, um den Grill anzufeuern. Die letzten Wegmarkierungen hätte sich der Veranstalter damit sparen können. "An der Kreuzung steigt einem schon der Bratwurstduft in die Nase, das motiviert", erzählt Winfried Welange aus Goch. Das Sonsbecker Ehepaar Froese radelt seit vielen Jahren mit. "Es ist eine gute Gelegenheit, seine Heimat kennenzulernen. Außerdem trifft man viele nette Leute. Manchmal kommt es sogar vor, dass aus Fremden Freunde werden", berichtet Froese. Für die Tombola hat Karl van Huet ausgefallene Sonderpreise besorgt. "Das sind die Einzelteile des Schützenvogels, wer hat sowas schon?", fragt sich der Geschäftsführer des Heimat- und Verkehrsvereins.

Wer es über die Berge der Sonsbecker Schweiz geschafft hatte, durfte sich in Xanten mit französischen Leckereien stärken oder bei der Tombola auf Tickets für das Sommermusik-Spektakel hoffen.

Quelle: RP
 
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