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Rheinberg
Ratsherr Christof Knoppek tritt aus der CDU aus

Rheinberg. Als Begründung nennt er "persönliche Gründe". Sein Ratsmandat will der Rheinberger aber weiter behalten. Von Uwe Plien

Christof Knoppek tritt aus der CDU aus und gehört künftig nicht mehr der CDU-Fraktion im Rheinberger Rat an. Das haben CDU-Fraktionsvorsitzender Erich Weisser und seine Stellvertreterin Sarah Stantscheff mitgeteilt. Knoppek wollte sich der Presse gegenüber nicht äußern. Er gab als Grund lediglich "persönliche Gründe" an.

Knoppek, niedergelassener Arzt in Rheinberg, gehörte der CDU seit rund 30 Jahren an. Seit der letzten Kommunalwahl 2014 gehört er dem Rat der Stadt Rheinberg an. Zu seinem Wahlkreis gehört die Reichelsiedlung.

Wie Erich Weisser sagte, habe Knoppek seinen Austritt der kommissarischen Stadtverbandsvorsitzenden Brigitte Devers schriftlich mitgeteilt. Knoppek habe darin erklärt, dass er mit dem bundespolitischen Kurs der CDU und insbesondere von Bundeskanzlerin Angela Merkel unzufrieden sei. Sein Austritt habe nichts mit der Rheinberger CDU zu tun. Das unterstrich auch Sarah Stantscheff: "Christof Knoppek und die CDU-Fraktion gehen in einem freundschaftlichen Verhältnis auseinander."

Der Stadtverwaltung habe Knoppek nach Angaben von Erich Weisser mitgeteilt, dass er sein Ratsmandat weiter wahrnehmen werde. In den Ausschüssen will er nicht mehr politisch tätig sein, nur noch im Rat. Weisser: "Er sagt, dass er das seinen Wählern in der Reichelsiedlung schuldig sei." Vom Parteiaustritt habe man Knoppek nicht abhalten können, sagten Weisser und Stantscheff.

Nach Ulrich Hecker im vergangenen Jahr hat nun schon das zweite Ratsmitglied die Partei und die Fraktion verlassen. Damit hält die CDU-Fraktion nun noch 18 Mandate. Das hat Auswirkungen auf die Mehrheitsverhältnisse im Rat. Erich Weisser sagt allerdings: "Es ist nicht ausgeschlossen, dass Christof Knoppek künftig mit der CDU stimmen wird, da sind wir im Gespräch."

Es gebe auch in Rheinberg Mitglieder, die die Partei wegen der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin verlassen. "Allerdings sind das nur wenige", so Sarah Stantscheff. "Auf der anderen Seite haben wir auch Eintritte."

Quelle: RP
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