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Alpen
Raumplaner empfiehlt mehr Bäume für Alpen

Alpen. Die Grünen in Alpen hatten am Freitag gleich zwei wichtige Termine auf ihrem Zettel stehen: Informationen rund um den Klimaschutz, der eine wesentliche Rolle bei der Ortsgestaltung Alpens spielt. Eingeladen hatten sie dazu Gerhard Joksch, Raumplaner aus Münster, der ausführlich seine Erfahrungen und Konzepte zum städtebaulichen Klimaschutz erläuterte. Die anschließende Jahreshauptversammlung der Bündnisgrünen stellte die Arbeit aus den Arbeitsgruppen vor. Im Verlauf der Versammlung bestätigten die Anwesenden den bisherigen Ortsverbandsvorsitzenden Peter Nienhaus in seinem Amt für die nächsten zwei Jahre. Von Sabine Hannemann

Am Rande einer Veranstaltung hatte der Alpener Grünen-Chef den Raumplaner Joksch kennengelernt. Wie ein externer Fachmann die Entwicklung der Ortsmitte unter dem Blickwinkel des Klimaschutzes einschätzt, stellte sich schnell als zentrale Frage für den Alpener Ortsverband der Grünen heraus. Vor dem Infoabend hatte sich der Referent bei einem Vor-Ort-Termin Alpen aus verschiedenen Blickwinkeln angesehen und kam zu einem rundum guten Ergebnis. Keine Katastrophen, keine Bausünden aus der Vergangenheit und "die Kirche ist im Dorf", so seine Bilanz.

So genannte Bauchbinden - gemeint sind Vordächer über Geschäftshäusern - ließen sich reparieren. Alpen in seiner räumlichen Aufteilung biete viel Potenzial und vor allem Handlungsspielraum, der auch im Siegerkonzept zur Ortskernumgestaltung berücksichtigt werde. "Sie sitzen am guten Ende", befand Joksch. Im Zuge des Klimawandels riet er zur innerörtlichen Baumbepflanzung. Bäume sorgen für ein nachweislich gutes Aufenthaltsklima. Hinzu komme die Alpsche Ley, die gerade dem innerörtlichen Bereich Struktur gebe. Das Wasser müsse "mehr Raum kriegen", so sein Rat.

Eine seiner weiteren Empfehlungen: der Erhalt des alten Feuerwehrgerätehauses und die weitere Nutzung für kommunale Veranstaltungen und Termine für Jung und Alt "von der Wiege bis zur Bahre". Wie eng heute Stadtentwicklung und Klimaschutzziele verknüpft sind, welche Möglichkeiten Kommunen auch hinsichtlich der Beantragung von Fördermitteln beim Land haben, erläuterte er im Anschluss. Die abschließende Diskussion konzentrierte sich auf die so genannte Nahmobilität.

Für Peter Nienhaus erwies sich im Rückblick die Infoveranstaltung als Gewinn. "Uns war es wichtig, dass ein Fachmann wie Gerhard Joksch von außen und mit Distanz auf Alpen geschaut hat. Er hat alles auf den Punkt gebracht", sagte der Ortsverbandssprecher. Der Austausch mit der Gemeindeverwaltung und dort insbesondere Städteplanerin Anne Casprig funktioniere gut. Den Erhalt des Feuerwehrgerätehauses bezeichnete Nienhaus als Idee, über die noch zu sprechen sei.

Quelle: RP
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