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Rheinberg
Rheinberg profitiert gut von der Euregio-Mitgliedschaft

Rheinberg. Im Zuge der Haushaltsplanberatungen muss jede Ausgabe überprüft worden. So tauchte auch die Frage auf, ob die Mitgliedschaft der Stadt Rheinberg in der Euregio Rhein-Waal - sie kostet 8000 Euro pro Jahr - sinnvoll oder verzichtbar sei. Vor einer Entscheidung wollte sich der Ausschuss für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur anhören, was die Euregio leistet und lud deswegen einen Vertreter in die Sitzung ein. Andreas Kochs, stellvertretender Geschäftsführer der Euregio und Programm-Manager des Förderprogramms Interreg VA, stand jetzt Rede und Antwort. Von Uwe Plien

Die Euregio fördert eine grenzübergreifende Zusammenarbeit - so fasste Kochs die Aufgaben zusammen. Im Fall der Euregio Rhein-Waal geht es um die Kooperation von Deutschland und den Niederlanden im Grenzgebiet.

Spätestens als Kochs eine konkrete Zahl nannte, wurde deutlich, dass die 8000 Euro im Jahr offenbar gut angelegt sind. "In den vergangenen zehn Jahren sind mehr als 700.000 Euro der Euregio direkt nach Rheinberg geflossen", so Andreas Kochs. "Und das für einen Jahresbeitrag von 8000 Euro und obwohl die Stadt Rheinberg gar nicht grenznah liegt."

Ein paar Beispiele: In das Projekt "Ecopolis" mit der niederländischen Stadt Wageningen (nachhaltige Stadtentwicklung) ist ein Zuschuss von 550.000 Euro geflossen, das grenzübergreifende Klimaschutzprojekt "Kliker" wurde mit etwa 600.000 Euro bezuschusst. Für die Tourismus-Förderung gab es 25.000 Euro und immerhin 5000 Euro gewährte die Euregio für Schüleraustausche. "Die Europaschule und da ganz speziell Lehrer Thomas Ververs ist da sehr rege", so der Geschäftsführer. In das Projekt Krake zur Stärkung der Ortskerne kleinerer Kommunen vor dem demografischen Wandel hat es Rheinberg allerdings nicht geschafft.

Quelle: RP
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