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Rheinberg
Rheinberg soll sauberer werden

Rheinberg: Rheinberg soll sauberer werden
Wird auch als Ärgernis gesehen: Die Rheinberg-Silhouette aus Stahl wurde vor geraumer Zeit vom Kreisverkehr Römerstraße in den Stadtpark verfrachtet, wo sie jetzt zuwuchert und auch gefahren birgt. FOTO: privat
Rheinberg. Was sich Rheinberger vom kommenden Bürgermeister für ein attraktiveres Stadtbild wünschen.

Es gibt viel zu tun für den nächsten Bürgermeister oder die nächste Bürgermeisterin, findet Martin Linke von der Wiesenstraße. "Es reicht nicht aus, sich auf dem auszuruhen, was bereits okay ist, etwa dass man hier gut wohnt, wir hier mit Lebensmittelmärkten gut aufgestellt sind sowie altengerechtes Wohnen in Ordnung ist. Die Innenstadt braucht dringend mehr Attraktivität und Belebung. Leerstände, die auch in anderen Städten sind, haben in Rheinberg eher zugenommen", so der 50-Jährige. Seiner Ansicht nach fehlen weitere Publikumsmagneten. Zu viele Büros, Friseure oder sogar Schulungszentren locken den Konsumenten nicht an.

Ein Stadtcafé, ein familienorientiertes, preiswertes Bekleidungsgeschäft und ein Treffpunkt für die Jugend könnten sich hier ansiedeln. Sonst führe das dazu, häufiger außerhalb von Rheinberg einzukaufen. Linke: "Sätze wie ,mit der Stadt geht es den Bach runter' oder gar ,hier ist ja nur tote Hose' hört man nicht gerne. Aber das sind Sätze, die nicht nur von den Bürgern kommen, sondern leider auch von Gästen wie einer Fahrradgruppe. Die Radler wollten bei Regen in ein Lokal einkehren, wurden aber nicht fündig, weil um diese Zeit alles geschlossen hatte. So vergrault man diese Leute."

Die Gastronomie könnte sich mit den Öffnungszeiten abstimmen, die Attraktion "Terrazoo" sollte mehr beworben werden. Für die Sauberkeit und Pflege der Grünanlagen müsste mehr getan werden - nicht nur in der Innenstadt. Eine entsprechende, einheitliche Bepflanzung und Umrandung der Bäume am Markt etwa würde ein schöneres Bild abgeben.

Die Kreisverkehr-Gestaltung wurde von vielen Sponsoren mitfinanziert. Ob es da nicht möglich sei, für eine entsprechende Bepflanzung zu sorgen anstelle der "wilden Wiesen"? Gästen der Stadt biete sich ein unschöner erster Eindruck von der Stadt. Auch der mit Asphalt geflickte Marktplatz gebe eine unschöne Visitenkarte ab. Martin Linke: "Wie viele Bürger liebe auch ich meine Stadt, möchte aber nicht resignieren und denken ,da ändert sich ja doch nichts'.Vom zukünftigen Bürgermeister erhoffe ich mir gute Kritikfähigkeit und keine Schönrederei mehr." In Rheinberg müsse jetzt etwas passieren, nicht erst in ein paar Jahren.

Andere Rheinberger denken ähnlich. Horst-Dieter Henseler etwa wünschte sich, dass vor der Bürgermeisterwahl am Sonntag wenigstens mal das immer höher schießende Unkraut am Alten Rathaus wegkomme. "Das Alte Rathaus ist schließlich eine Visitenkarte der Stadt", unterstreicht er.

Und Horst Wuttke, ebenfalls Rheinberger, wünschte sich etwas gepflegtere Ortseingänge. Wenn er etwa aus Budberg über die Orsoyer Straße nach Rheinberg-Mitte fahre, ärgere er sich, dass Wochen nach dem Schützenfest immer noch ein von Müll gesäumter Bauwagen auf der Schützenwiese stehe. Wuttke. "Das muss doch nicht sein."

(up)
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