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Rheinberg
Rheinberger bessern sich beim Müllentsorgen

Rheinberg: Rheinberger bessern sich beim Müllentsorgen
DLB-Leiter Holger Beck (re.) und seine Kollegen sind zufrieden mit der Abfallentsorgung in Rheinberg. Die Tonnen hat die Stadt gekauft. FOTO: Fischer (Archiv)
Rheinberg. Es wird deutlich weniger Altpapier neben die Tonnen gestellt. Auch in den Biotonnen findet der DLB weniger Müll, der da nicht hingehört. Von Uwe Plien

Die gute Nachricht gleich zu Anfang: Die Rheinberger haben sich gebessert, was die Abfallentsorgung angeht. Mehrfach hatte es auch in der Rheinischen Post Berichte darüber gegeben, dass mitunter deutlich mehr Altpapier - insbesondere Pappkartons - an die Straße gestellt wird, als in blauen Tonne passt. Dadurch wurde die Abfuhr für die Mitarbeiter ein aufwendiger Job.

Beim Biomüll spielte sich das Malheur in den Tonnen ab. Immer wieder wurden sie mit Dingen befüllt, die einfach nicht in die braunen Behälter gehören. Die Konsequenz: Am Asdonkshof wurde eine komplette Müllwagenladung als Restmüll verrechnet. Und das kostet die Gebührenzahler deutlich mehr.

In der Sitzung des Bauausschusses sprach der Technische Leiter des Dienstleistungsbetriebs, Holger Beck, von einer Wende. "Beim Papier haben wir zum Teil größere Gefäße zur Verfügung gestellt. Mittlerweile nutzen viele Rheinberger auch die Möglichkeit, Altpapier beim DLB an der Bahnhofstraße 160 direkt abzugeben. Beck: "Dadurch hat sich die Lage deutlich entspannt." Wird Biomüll abgefahren, werfen die Müllmänner stets einen Blick in die Tonnen, bevor sie sie entleeren. Sind sie falsch befüllt, bleiben sie stehen, und es werden Aufkleber auf die Deckel gepappt. Erziehungsmaßnahmen, die Wirkung zeigen.

Weil es insgesamt gut läuft, möchte der DLB das Altpapier auch über 2018 hinaus abholen und zur Entsorgungsstelle fahren. 2018 hat der DLB zehn Jahre Altpapiersammlung hinter sich. Der Betriebsausschuss stimmte nach längerer Diskussion dafür, fünf weitere Jahren anzuhängen. Auch, um Planungssicherheit zu haben. "Bei der Müllentsorgung kann man nicht in kleinen Zeiträumen denken", sagte DLB-Betriebsleiterin Rosemarie Kaltenbach. Nach zehn Jahren brauche man ein neues Müllfahrzeug, und das müsse ein bis zwei Jahre vorher geordert werden. Weil die Tonnen der Stadt gehören und nicht angemietet werden müssen, könne der DLB beim Altpapier eine Gebührenstabilität in Aussicht stellen.

Was die Bestellung eines neuen, locker 250.000 Euro teuren Fahrzeugs angeht, brachte Frank Rumpp vom DLB das Lkw-Kartell ins Spiel. Im Prinzip gebe es durch nicht erlaubte Preisabsprachen keinen deutschen Hersteller, bei dem man guten Gewissens einen Wagen kaufen könne, sagte er.

Der Betriebsausschuss sprach sich zudem dafür aus, dass der Dienstleistungsbetrieb ein weiteres Jahr - also vom 1. Mai 2017 bis zum 30. April 2018 - Grünschnitt, Sperrgut und Biomüll einsammelt und transportiert. Die Restmüllabfuhr und die Dienste des Schadstoffmobils sollen für den gleichen Zeitraum ausgeschrieben werden.

Quelle: RP
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