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Rheinberg
Rheinberger Feuerwehr ist gut aufgestellt

Rheinberg: Rheinberger Feuerwehr ist gut aufgestellt
Auch Prävention ist ein wichtiger Teil der Feuerwehrarbeit. Dieses Foto entstand beim Tag des Brandschutzes in Wallach. Hier wurde ein Zimmerbrand in einem Container simuliert. FOTO: Armin Fischer (Archiv).
Rheinberg. Die Einsatzkräfte mussten allein im vergangenen Jahr zu 197 Einsätzen ausrücken. Damit die Feuerwehr auch in Zukunft so zuverlässig arbeitet, muss der Nachwuchs ausgebildet werden.  Von Erwin Kohl

Wenn es brennt, lassen sie alles stehen und liegen oder springen mitten in der Nacht aus dem Bett, um ihren Mitmenschen zu helfen: Auf die ehrenamtlichen Mitglieder der Rheinberger Feuerwehr ist Verlass. 26 Mal war das alleine im abgelaufenen Jahr der Fall. Während der Jahreshauptversammlung in der Rheinberger Stadthalle hob Sebastian Schriewer den Stellenwert der Freiwilligen Feuerwehr hervor: "Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass eine Kommune in der Größenordnung von Rheinberg über eine ehrenamtliche Feuerwehr verfügt." Der Leiter der örtlichen Feuerwehr wies auf die außergewöhnliche Anforderung der Helfer hin: "Durch Einsätze werden nicht allein die Einsatzkräfte, sondern auch ihr direktes Umfeld belastet."

222 Mitglieder stark ist die Einsatzabteilung der Rheinberger Feuerwehr, aufgeteilt auf drei Löschzüge. Insgesamt gibt es 455 Mitglieder. Damit diese Zahlen auch in Zukunft konstant bleiben, kümmern sich 20 Ausbilder um die Jugendarbeit.

Was die Einsatzkräfte alleine im vergangenen geleistet haben, machte Schriewer an beeindruckenden Zahlen deutlich. 197 Einsätze waren erforderlich, alleine 29 davon dienten der Menschenrettung. Zu den 2600 Stunden reiner Einsatzzeit addieren sich 26.000 Stunden der Vorbereitung.

Was Schriewers und seine Wehrleute in dem Zusammenhang besonders ärgert, ist die Tatsache, achtmal böswillig alarmiert worden zu sein. Ebenso ärgert es den Stadtbrandinspektor, dass zu wenige Plätze für Fortbildungsmaßnahmen zur Verfügung stehen. "Aktuell haben wir eine beachtliche Zahl an Gruppenführern, aber künftig brauchen wir mehr. Ähnlich verhält es sich bei den Löschzugführern. Die Ämter werden nur kommissarisch besetzt, das wirkt sich demotivierend aus", so Schriewers, der angab, dass Problem sei auf Landesebene zwar bekannt, eine Lösung habe man dort aber noch nicht gefunden. Hans-Theo Rams (AK Ausbildung) bezeichnete die Aus-und Fortbildung der Einsatzkräfte als die wichtigste Aufgabe: "Der Erfolg zeigt sich an den optimal ablaufenden Einsätzen."

Walter Schlüter vom AK Beschaffung konnte die Neuanschaffung von drei Einsatzfahrzeugen, vier Wärmebildkameras und 50 Funkgeräten im Gesamtwert von 800.000 Euro verkünden. Auch die Umstellung auf die neue Dienstkleidung konnte vollzogen werden. Insgesamt zeigte sich Schlüter mit der Entwicklung zufrieden: "Unsere Fachkompetenz wird anerkannt."

Die stellvertretende Bürgermeisterin Karin Winkel bedankte sich im Namen aller Bürger für den Einsatz der Rheinberger Feuerwehrkräfte, bei denen sie ihre Gesundheit, ihr Seelenheil und Leben riskierten. Rosemarie Kaltenbach versprach weiterhin die Rückendeckung der Stadt: "Im Bereich Fahrzeuge wird weiter investiert, und die Geräte werden auf dem neuesten Stand gehalten." Für Uniformen und Schutzkleidung habe man im vergangenen Jahr 250.000 Euro aufgebracht. "Ich hoffe, sie sind zufrieden damit. Schick sehen sie jedenfalls aus", so Kaltenbach. Um den Nachwuchs weiter zu motivieren, hat sich die Dezernentin etwas Besonderes ausgedacht: "Wir suchen im Moment Sponsoren, um die Jugendfeuerwehr mit einheitlichen T-Shirts auszustatten."

Für ihre 50-jährige Pflichterfüllung im Dienst der Wehr erhielten OBM Johann Funk und UBM Peter Hertmann (beide Orsoy) das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold. Zum Brandinspektor befördert wurden Hans Theo Rams (LG Mitte) und Christian Uekermann (LG Pelden).

Quelle: RP
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