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Alpen
Richtfest auf der Baustelle Amaliengalerie

Alpen: Richtfest auf der Baustelle Amaliengalerie
Blick über den Dorfbrunnen: Die Amaliengalerie, so viel ist sichtbar, wird der Zentrale Alpen ein ganz neues, markantes Gesicht geben. FOTO: Armin Fischer
Alpen. Projekt liegt im Herzen von Alpen voll im Zeitplan. Die Vermarktung macht große Fortschritte. 12 von 14 Wohnungen sind vergeben. Ein Café zieht ein. Ein Apotheker hat großes Interesse. Auch in der Ärzte-Etage tut sich was. Von Bernfried Paus

Acht Monate nach dem ersten Spatenstich wird morgen Nachmittag der Richtkranz auf eines der Türmchen der sogenannten Amaliengalerie gehievt. Ein feierlicher Akt. Der tut sicher gut nach all den Beschwernissen, die mit einer solch großen Baustelle im Herzen des Dorfes zwangläufig verbunden waren und teils noch sind. Doch inzwischen haben die Alpener deutlich mehr als eine Ahnung davon, dass das, was da entsteht, das Gesicht des Ortes nachhaltig verändern, ja prägen wird. Während der Rohbau vor dem Abschluss steht, wird hinter den Kulissen eifrig verhandelt, damit Leben einzieht in den schmucken Bau, der Mitte nächsten Jahres bezugsfertig sein soll.

Nach allem, was bislang nach außen dringt, wird das prägnante Gebäude den hohen Erwartungen gerecht werden, die Investor, Rat und Verwaltung in das Projekt gesetzt haben. Und es spricht einiges dafür, dass auch die Alpener mit einem spürbaren Plus an Wohnqualität rechnen dürfen, die die Mühsal der zurückliegenden Monate schnell vergessen lassen könnte.

Projekt-Entwickler Andreas Hüls aus Bocholt jedenfalls ist hochzufrieden mit der Vermarktung der Immobilie. Von den 14 Wohnungen ist bereits ein Dutzend vergeben. Und auch im Erdgeschoss, wo Raum ist für drei Ladenlokale, sehe es "sehr gut" aus, berichtete Hüls im RP-Gespräch. Er sei mit einem in der Region verwurzelten, namhaften Café-Betreiber einig, der hier Konditorei- und Backwaren sowie Eis anbieten und neben dem Café-Betrieb auch die Außenterrasse bespielen wolle. "Das wird bestimmt eine echte Bereicherung für Alpen", sagte Hüls.

Auch die Gespräche mit einem Apotheker seien inzwischen recht weit gediehen. Die Abstimmungen zur Ausgestaltung des Ladenlokals seien in vollem Gange, so dass er damit rechne, dass in absehbarer Zeit der Mietvertrag unterzeichnet werden könne, so der Investor. Auch für die Vermietung des dritten Lokals gebe es Interesse. Allerdings müsse weiter sondiert werden. "Nicht alles passt ins Ensemble", sagte der Bocholter Unternehmer. "Wir haben bis zum Frühjahr ja noch genug Zeit."

Auch Bürgermeister Thomas Ahls äußerte sich optimistisch. Er gehe weiter fest davon aus, dass die Amaliengalerie ihren Zweitnamen "Ärztehaus" am Ende zu recht trägt. Hüls liefert die von der Gemeinde in Auftrag gegebene Hülle für drei Arztpraxen, die später nach individuellen Bedürfnissen ausgefüllt werden kann. Nach RP-Informationen sollen bereits Detailplanungen zur Einrichtung einer "Gemeinschaftspraxis" laufen. Mit einer knappen Handvoll anderer Medizinern sei man in Gesprächen, hieß es verheißungsvoll aus dem Rathaus.

Auch zeitlich, so Hüls, sei man mit dem Bau voll im Plan. "Wir haben noch einen Puffer." Aber bekanntlich werde es schwierig, wenn der Innenausbau beginne und sich viele Handwerker unterschiedlichster Gewerke auf der Baustelle tummeln. Doch es herrscht Zuversicht: "Wir sind dankbar, wie's bisher gelaufen ist, und für das, was jetzt kommt, klopfen wir drei Mal auf Holz", sagt der erfahrene Bauherr.

Andreas Hüls betont das Zusammenspiel aller Beteiligten im Bemühen, die Operation am offenen Herzen des Dorfes relativ schonend verlaufen zu lassen. Und er lobt die große Geduld der Bevölkerung. Hüls hat Verständnis für manche Klage: "Wir haben versucht, was möglich ist. Leider aber lässt sich so ein Bau an so einer Stelle nicht aseptisch wie im Labor realisieren."

Quelle: RP
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