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Rheinberg
Riesen Gaudi auf der Ossenberger Wies'n

Rheinberg: Riesen Gaudi auf der Ossenberger Wies'n
Hoch die Tassen! Markus und Claudia Degenhart sowie Katja Vespermann (von links) genossen das erste Ossenberger Oktoberfest. Im Festzelt sorgte die Bayern-Band "Die Bergvagabunden" für zünftige Stimmung. FOTO: Olaf Ostermann
Rheinberg. Der Verein "Gemütlichkeit" richtete erstmals ein Oktoberfest auf dem Schützenplatz aus. Rund 450 Gäste feierten mit. Von Erwin Kohl

In Ossenberg bot sich am Freitagabend ein ungewöhnliches Bild: Hunderte Dorfbewohner liefen in krachledernen Knickerbockern und Dirndln gekleidet in Richtung Kirmeszelt an der Kirchstraße. "Wir wollten mal was anderes anbieten, da kam uns die Idee, das erste Ossenberger Oktoberfest auszurichten" erklärt Heinz Hammacher vom Verein Gemütlichkeit Ossenberg. Das kam auf Anhieb gut an, zumal der Eintrittspreis von 20 Euro inklusive Schweinshaxe und einer halben Maß Bier durchaus erschwinglich blieb. 300 Karten hatte der Verein im Vorverkauf an Liebhaber der zünftigen Wies'n-Gaudi verkauft, rund 150 Kurzentschlossene standen an der Abendkasse Schlange. Mehr sollen es nicht werden, auch wenn man schon an eine Neuauflage im kommenden Jahr denkt. "Wir wollen uns nicht mit Orten wie Xanten messen und immer größer werden. Das soll ein Dorffest bleiben. Klein, zünftig und gemütlich."

Groß war allerdings die Stimmung, was vor allem an den "Bergvagabunden" lag. Die ließen von Beginn an "die Kühe fliegen" und zwar nicht nur von der Bühne. Das beruhigte vor allem Heinz Hammacher, der die bayrische Band nie zuvor live erlebt hatte: "Sie haben versprochen, dass sie unsere Gäste auf die Bänke kriegen, das hat uns überzeugt. Ich hoffe, das Mobiliar ist stabil genug." Um ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, zogen die Musiker zu Beginn mit urbayrischer Blasmusik durch die Reihen im Zelt und rissen auch später mit den gängigen Partykrachern alle mit. Das machte so manchen Ossenberger wortwörtlich "Atemlos".

Nicht nur für die Veranstalter war das erste Ossenberger Oktoberfest Neuland, auch die Kellnerinnen mussten sich umstellen. Eine Maß Bier ist halt was anderes als ein Gläschen Pils. Um dem erwarteten Ansturm bei einem moderaten Literpreis von 9,50 Euro gewachsen zu sein, hat man in Ossenberg nichts dem Zufall überlassen. "Die Kellnerinnen haben gestern geübt, wie viele Maß sie tragen können.", so Hammacher. Bayrische Verhältnisse durften die Festbesucher dennoch nicht erwarten. "Sechs Maß ist die Grenze, dann schmerzt der Rücken", weiß Laura Marie Fleddermann, die sich eigens für den Anlass ein Dirndl geliehen hat. Bis 23 Uhr mussten sie und ihre Kolleginnen die Krüge an die Tische tragen, dann öffnete die Theke. Zeltwirtin Birgit Jahnke sah das locker: "Ich bin große Fässer gewohnt, das passt schon." Um 0.45 Uhr hieß es dann: letzte Runde. Bis dahin hatten die Ossenberger eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch Oktoberfest können.

Quelle: RP
 
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