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Alpen
Herbstspektakel - lückenloses Vergnügen

Ritterfest in Alpen: Lückenloses Vergnügen
Herbstspektakel ist mehr als ein Wort, es ist ein Magnet: Die Menschen drängten sich gestern durch Stände an der Burgerstraße in Alpen. FOTO: Armin Fischer
Alpen. Großer Andrang beim Ritterfest mit Schlemmer- und Schlendermeile am verkaufsoffenen Sonntag in Alpen. Von Sabine Hannemann

Stöbern, Staunen und Shoppen - zu einem "Supersonntag" gehört schon Einiges. Alpen im Herbstzauber kann sich mit dieser Auszeichnung schmücken. Ein goldener Oktobertag mit viel Sonne trug wesentlich dazu bei, dass der Alpener Ortskern beim Herbstspektakel aus allen Nähten zu platzen schien. Weit über 100 Händler und die örtliche Geschäftswelt stemmten diese klasse Veranstaltung.

Besucher schleppten tütenweise Neuerwerbungen mit nach Hause. Schnäppchenjagd erlebten auch die Trödler an der Bruckstraße, die in Innenhöfen Waren anboten. Automagazine mit Patina wechselten den Besitzer wie Kinderspielzeug, Kleidung und antiquarische Tonbandgeräte. "Der Charme vergangener Zeiten kommt an", so die Anbieterinnen Manuela und Nicole.

Schon bei der Eröffnung ahnte Bürgermeister Thomas Ahls den guten Lauf, den das Herbstspektakel nehmen sollte. "Für jeden ist was dabei", sagte er auf der Bühne mitten auf der Kreuzung Lindenallee/Burgstraße. Die Straßen boten Vielfalt, Kunden und Erlebnis-Shopper kamen auf ihre Kosten. Der Duft von Waffeln, Reibekuchen und Grillgut lag in der Luft.

Aktuelle Herbstmode, Tücher, Taschen und Haushaltswaren, mit denen sich beispielsweise "Bratkartoffeln an der Stange" zubereiten lassen, machten neugierig. Selbstgenähtes für Kinder, Leinen für Hunde, Marmeladen, Socken oder herbstliche Kränze - der Rundumschlag war gelungen. Erneut wurden die Geschäftsleute ihrer Gastgeberrolle gerecht. Rabatte und Aktionen lockten viele auswärtige Gäste.

Hans Bongen (Elektro Schmitz), Ex-Vorsitzender des Werberings, hatte sich noch beim Aufbauen am Morgen ein Bild gemacht: "Wir haben keine Lücken, die Optik passt." Vor allem die geschickte Anbindung ans Ritterlager an der "Motte" war gelungen. Die Fachgeschäfte erlebten regen Zulauf. "Die Kunden haben Zeit, das merken wir", so Bongen. Auch um die Stände scharten sich interessierte und kaufwillige Kunden. Vereine präsentierten sich, ebenso die Sekundarschule Alpen. Bemängelt wurde von Ausstellern, dass der kunsthandwerkliche Aspekt zu wenig Berücksichtigung gefunden hatte.

Werner Paduch, Vorsitzender des Werberings, nannte den Mix gelungen. "Besser kann's nicht werden", so sein erstes Fazit am Super-Sonnentag. Den rund 120 Mitgliedern des Werberings ist es gelungen, im Zeitalter des Versandhandels auf Einkaufsmöglichkeiten vor Ort aufmerksam zu machen. "Das ist unsere Chance. Der Fachhandel steht für kompetente Beratung", so Paduch.

Um ein solches Programm stemmen zu können, "brauchen wir die Einnahmen, die über Standgebühren reinkommen". Das Ritterfest an der "Motte" bot mittelalterliche Musik, altes Handwerk, Ritterkämpfe und Einblicke in die Welt der Gaukler, der Holzschnitzer und Falkner. Für Aufmerksamkeit sorgten auch die Oldie-Traktoren. Mit dabei: die KAB mit einer Tombola und das Kuchenzelt der Pfadfinder. Die Kinder trödelten auf dem Rathausplatz.

Quelle: RP
 
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