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Rheinberg
RP hört hin, was Ossenberg bewegt

Rheinberg: RP hört hin, was Ossenberg bewegt
RP-Redakteur Uwe Plien (li.) und Helmut Hofmann, Vorsitzender des Heimatvereins Herrlichkeit Ossenberg im Gespräch mit Benedikt, Maxim, Felix und Leon. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Was tut sich in Ossenberg? Die RP stellte sich mit ihrer Mobilen Redaktion mitten ins Gedränge des Martini-Marktes auf dem Ossenberger Dorfplatz und suchte das Gespräch mit den Besuchern. Von Uwe Plien

Helmut Hofmann und Ulrich Glanz waren beim neunten Martini-Markt am Samstag trotz des zunächst schönen, sonnigen Wetters etwas angesäuert. Der Vorsitzende und der Geschäftsführer des Heimatvereins Herrlichkeit Ossenberg ärgerten sich darüber, dass ihr Verein in Zusammenhang mit einer Beschwerde von der Kirchstraße genannt worden war. Anwohner Hans Weihofen hatte sich über die schlecht gepflegten breiten (städtischen) Grünstreifen zwischen den Vorgärten und der Straße beklagt. Die Stadt unternehme nichts und auch der Heimatverein nicht, hatte Weihofen gesagt.

"Ja, es stimmt, dass sich Herr Weihofen bei uns gemeldet hat", so Hofmann, "aber wir haben nichts unternommen, weil wir uns nicht zuständig fühlten." Ulrich Glanz sagte: "Es kann nicht die Aufgabe des Heimatvereins sein, die städtischen Bürgersteige und Grünstreifen zu pflegen. Wir kümmern uns schon um den Dorfplatz, um das Brunnengelände am Concordia-Sportcenter und führen Pflanzaktionen auf den Verkehrsinseln auf der Kreisstraße 14 durch."

Am RP-gelben Stand am Eingang des Dorfplatzes wurde darüber diskutiert. Und schon bald besserte sich die Laune der beiden ehrenamtlichen Akteure, denn der Martini-Markt "fluppte": Die Menschen strömten nur so, es war schnell sehr voll an den Ständen.

Auch vier junge Herren nutzten das Angebot der Mobilen Redaktion, fassten sich ein Herz und sprachen den Redakteur an. Benedikt (9), Maxim (10), Felix (9) und Leon (9) kamen mit einem konkreten Anliegen. "Wir hätten gerne einen Wasserspielplatz auf dem Dorfplatz", erzählte Felix. "So einen wie in Borth hinter Edeka. Mit einer Handpumpe und Becken, in denen man das Wasser sammeln kann." Heimatvereins-Vorsitzender Helmut Hofmann hörte interessiert zu und lobte die Jungs. "Es ist klasse, dass ihr euch Gedanken gemacht habt und hierher gekommen seid. Wir müssen mal überlegen, was wir tun können. Vor allem müssen wir überlegen, woher wir das Geld für einen solchen Spielplatz nehmen können." Da hatte Leon schon einen Plan: "Wir könnten an unserer Schule vielleicht einen Sponsorenlauf dafür organisieren. Da machen bestimmt viele mit." Mal schauen, was daraus wird.

Der Stand von Karlheinz Jargon mit seinen feine filigranen Holzarbeiten war besonders dicht belagert. FOTO: Armin Fischer

Kaum waren die Jungs weg, tauchte eine Gruppe Mädels auf. Esther (9), Annalena (6), Jolina (7), Kira (11) und Mara (11) gehören dem Jugend-Karnevalsausschuss Gemütlichkeit (JKAG) an und machten Werbung für ihre Tanzgruppe. "Wir verkaufen Anstecker, damit unterstützen wir die Jugendarbeit im Verein", erklärte Mara. Klar, das die RP auch eine Nadel gekauft hat.

Andere Themen machen den Ossenbergern Sorgen. So beispielsweise die Frage, wie es mit der ärztlichen Versorgung im Ortsteil weitergeht, nachdem Dr. Frank Tritt seine Praxis an der Kirchstraße (die er von Dr. Gisela Irawan übernommen hatte) aufgegeben hat.

Und auch die Frage, was die Stadt mit dem Altbau der ehemaligen Grundschule vorhat, beschäftigt die Menschen im Ort. Einige Vereine würden die Räume gerne nutzen.

Quelle: RP
 
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