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Rheinberg
Sarah Stantscheff steht für neuen Kurs der CDU

Rheinberg: Sarah Stantscheff steht für neuen Kurs der CDU
Ein Foto mit Symbolkraft: Sarah Stantscheff, neue Chefin des CDU-Stadtverbands, will viel für die Stadt Rheinberg erreichen. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Der Stadtverband Rheinberg hat gestern Abend eine neue Vorsitzende gewählt. Die 32-Jährige ist die erste Frau an der Ortsparteispitze. Von Uwe Plien

Sie ist in der gut 70-jährigen Geschichte der Rheinberger CDU (abgesehen von der bisherigen kommissarischen Vorsitzenden Brigitte Devers) die erste Frau an der Parteispitze und mit 32 Jahren die jüngste aller bisherigen Vorsitzenden: Der Stadtverband hat gestern Abend auf seiner Jahreshauptversammlung im "Hotel am Fischmarkt" Sarah Stantscheff gewählt. 53 der 58 Stimmberechtigten (eine Stimme ungültig, drei Nein) gaben Stantscheff ihre Stimme.

Damit endet nun eine unfreiwillige Übergangszeit in der Partei, die mit dem Rücktritt und Parteiaustritt des ehemaligen Stadtverbandsvorsitzende Ulrich Hecker vor mehr als einem Jahr begann. Brigitte Devers hatte der CDU seither kommissarisch vorgestanden.

Sarah Stantscheffs Wahl kommt nicht überraschend. Die angehende Juristin engagiert sich seit nunmehr neun Jahren politisch. 2007 wollte sie der Jungen Union beitreten. Weil es in Rheinberg keine JU gab, gründete sie eine neue Gruppe und wurde deren Vorsitzende bis Anfang 2013. Als man sie zur Chefin des Ortsverbands Rheinberg-Mitte wählte, gab sie den JU-Vorsitz ab, um Interessenkollisionen zu vermeiden. "Aus dem gleichen Grunde werde ich jetzt auch den Ortsverband Mitte abgeben", sagt Sarah Stantscheff, die seit Januar 2012 Ratsmitglied und inzwischen auch stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende ist.

Mit Sarah Stantscheff und dem neuen, generationenübergreifenden Vorstand (Schriftführerin Julia Püttmann ist 24, Mitgliederbeauftragter Klaus Helmes 75 Jahre alt) soll der Stadtverband endlich wieder zu einer Einheit werden. "Ich möchte Stabilität und Beständigkeit in die Partei bringen und möchte deutlich machen, dass es sich wieder lohnt, CDU-Mitglied zu werden und sich in der Partei zu engagieren", unterstreicht die Vorsitzende. Weil ihr bewusst ist, dass sich auch Parteimitglieder mitunter nur zeitlich befristet einbringen wollen oder können, will sie auch projektorientierte Angebote machen.

Sarah Stantscheff befasst sich mit moderner Parteiarbeit, sieht sich aber keinesfalls als Theoretikerin: "Ich bin nicht der Typ, der sich nur die Rosinen herauspickt. Ich will für die Partei arbeiten." Ihr Credo: die Rheinberger CDU modernisieren, ohne Altbewährtes über Bord zu werfen. Die Mitglieder sollen stärker eingebunden, neue gewonnen werden. Und: "Transparenz ist mir ganz wichtig." Im neuen Vorstand soll jeder eine Aufgabe bekommen.

Sarah Stantscheff, die eine gute Schwimmerin und Mountainbikefahrerin ist, will den Stadtverband strategischer ausrichten und ihm Profil verleihen. Für sie sei nie eine andere Partei als die CDU in Frage gekommen, sagt sie: "Ich bin aus Überzeugung in die Partei eingetreten, auch weil das ,C' im Namen steht. Das sehe ich als Verantwortung und Verpflichtung zugleich. Daraus müssen wir unsere politische Arbeit ableiten."

Quelle: RP
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