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Rheinberg
Schalke-Trikot bringt 350 Euro

Rheinberg. Reiner Szpadzinski aus Millingen bot am meisten für das handsignierte Stück. Beim Tag der offenen Tür im FahrsicherheitsCentrum wurde es übergeben.

Für Sonntag hatte das FahrsicherheitsCentrum in Millingen zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Motorrad- und Pkw-Ausstellung, Stuntshows sowie ein buntes Rahmenprogramm lockten zahlreiche Besucher an die Heydecker Straße. Drei Wochen zuvor war die Profimannschaft des FC Schalke 04 dort zu Gast, um ihre neuen Dienstwagen in Empfang zu nehmen (die RP berichtete). Bei dieser Gelegenheit signierten sie ein Trikot, das zugunsten des Hospizes "Haus Sonnenschein" in Rheinberg versteigert worden ist. Schalke-Fan Reiner Szpadzinski aus Millingen sicherte sich das Liebhaberstück mit einem Gebot von 350 Euro. "Ich bin zwar Schalke-verrückt, aber im Vordergrund stand der gute Zweck, dafür habe ich das gerne gemacht", erklärt der Busfahrer. Hospiz-Leiterin Beate Bergmann nutzt das Geld als Startkapital für die Anschaffung eines neuen Essgeschirrs.

Der Tag zog sehr viele Motorradfahrer an. Sie verfolgten interessiert die vorgeführten Kurven- und Bremstechniken. "Eigentlich sollte jeder Fahranfänger ein Sicherheitstraining mitmachen. Die hohen Leistungen der heutigen Motorräder werden im Alltag schnell unterschätzt", berichtet Werner Kempkes aus Duisburg. Kommt es zum Unfall, ist häufig überhöhte Geschwindigkeit dafür verantwortlich. Dirk van den Boom weiß das nur allzu gut; der Polizist verfolgt Raser mit einem mit spezieller Videotechnik ausgestatteten Motorrad. Einige dieser Filme hat er mitgebracht und führte sie dem Publikum vor. Auch wenn Szenen von Zweiradfahrern, die mit Geschwindigkeiten jenseits der 180 km/h über die Landstraßen des Kreises Wesel rasen anderes vermuten lassen: Der Trend ist positiv. "Insgesamt sind die Motorradfahrer disziplinierter geworden. In diesem Jahr haben wir einen ruhigen Sommer erlebt", versicherte er.

Das kann aber auch am Einsatz von Andrea Esergül und ihrem ESO ES 3.0 liegen. Das neue Geschwindigkeitsmessgerät der Kreispolizei misst das Tempo nicht wie üblich von vorne, sondern im Vorbeifahren mittels Helligkeitssensoren. "Wir können dieses Gerät unauffällig zwischen Sträucher oder Mülltonnen positionieren", erklärte Andrea Esergül die Vorzüge.

Warum Drogen und selbst verhältnismäßig kleinere Mengen Alkohol gefährlich werden können, machte Frank Schulten von der Kreisverkehrswacht deutlich. Mit einer "Rauschbrille", die einen Blutalkoholwert von 0,8 Promille simuliert, geriet so mancher Besucher ins Taumeln. Um besser gesehen zu werden, verteilte die Verkehrswacht kostenlose Warnwesten an die Gäste. Die sind auch angeraten bei dem 45 km/h schnellen Elektrofahrrad, dass Dekra-Mitarbeiter vorstellten.

(erko)
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