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Rheinberg
Scheffel wird Tapas-Bar und Stadt-Treffpunkt

Rheinberg: Scheffel wird Tapas-Bar und Stadt-Treffpunkt
Ein Blick aus dem Obergeschoss in den neu eingerichteten Scheffel, wo Architekt Hans van Londen (re.) und seine Mitarbeiter beschäftigt sind. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Das gotische Haus am Rheinberger Holzmarkt wird künftig kein typisches Restaurant mehr sein. Eigentümer Gerardus Aaldering setzt auf ein neues Konzept im spanischen Stil. Im Oktober wird eröffnet. Von Uwe Plien

Ein Gläschen Rioja am Stehtisch, eine Portion Patatas Bravas für den kleinen Hunger zwischendurch und viel spanisches Flair: Der Scheffel am Holzmarkt bekommt ein ganz neues Gesicht. Aus dem feinen Restaurant, das es bis zur Schließung vor eineinhalb Jahren war, wird bald eine Tapas-Bar mit Bistro-Charakter im spanischen Stil. Die Renovierungen laufen auf Hochtouren. "Wir haben bereits einen neuen Pächter. Im Oktober wird eröffnet", sagt Gerardus Aaldering. Der Rheinberger Unternehmer ist Eigentümer des um 1560 erbauten gotischen Hauses. Vor 16 Jahren hat er es nach einem spektakulären Umbau als "Caruso im Scheffel" eröffnet.

"Der Scheffel wird kein typisches Esslokal mehr sein", erzählt Aaldering beim Rundgang durch das Haus. "Dafür ist der Markt zu klein. Was mir vorschwebt, ist ein Lokal, in dem man sich gerne trifft, wo sich auch der 22-jährige Student reintraut, ohne Angst haben zu müssen, das Bier nicht bezahlen zu können. Ein Lokal mitten in Rheinberg für alle Altersgruppen."

Essen mit Reservierung und nach Speisekarte wird's nur noch am Wochenende und nur noch im Obergeschoss geben. Dann natürlich, so verspricht Aaldering, in bester Qualität. Die Alternative sind Kleinigkeiten, Gambas, ein Schälchen Paella oder deftig-knackige Chorizo-Würstchen. Und dazu ein Glas Wein zu erschwinglichen Preisen oder ein Pils vom Fass.

Rein äußerlich wird das schmucke Gebäude unverändert bleiben. Nur der Name wird sich ändern, Das italienische "Caruso im Scheffel" wird angepasst. "Wie genau, das steht noch nicht fest", so Aaldering. "Gonzales im Scheffel", "Del Bosque im Scheffel" - die Aalderingsche Kreativabteilung wird sich etwas Geeignetes einfallen lassen. Im nächsten Jahr sollen vor dem Lokal einladende Stehtische und ein Pavillon aufgebaut werden.

Im Innern hat Aalderings Haus- und Hof-Architekt Hans van Londen - er hat seinerzeit auch schon die "Galeere" am Großen Markt hergerichtet - bereits bewiesen, dass er sein Geschäft versteht. Eine neue Theke ist gebaut. Sie ist ebenso wie Teile der Wände mit ganz unterschiedlichen spanischen Fliesen verziert. Vor der Treppe ragen riesige Holzregale bis unter die Decke. Es gibt Sitzbänke, Bistro-Tische, dazu Stühle und Hocker mit Torrero-roten Sitzkissen. "Ein bisschen Lounge-artig", umschreibt der Eigentümer das.

Auf der Empore gibt es lange Tischreihen, teilweise mit Barhockern. Gusseiserne Geländer sind angebracht und auf alt getrimmt. An Stahlträgern werden bald große Schinken hängen, auf der Kaminhaube wurde ein kunstvoll gestalteter Stierkopf angebracht. An der Wand hängen Altstadtlaternen. Insgesamt ein stimmiges Bild.

Auch im Keller des Scheffel wird fleißig umgebaut. Dort wird Platz geschaffen für eine Gesellschaft, die künftig an einem rustikalen Tisch Platz nehmen kann - für Gäste, die gerne unter sich sein wollen.

Gerardus Aaldering hat keinen Zweifel daran, dass sein Konzept aufgeht. "Als ich vor 16 Jahren den Scheffel als Restaurant eröffnet habe, war das ein Knaller. Jetzt ist es Zeit für etwas Neues."

Quelle: RP
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