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Rheinberg
Schmuck und Kunst mit politischer Note

Rheinberg. 35 Ausstellerinnen präsentierten ihre handgefertigten Arbeiten im Rheinberger Stadthaus. Die Gäste waren begeistert. Von Sabine Hannemann

Die Kunst ist weiblich - unter diesem Motto stand die mittlerweile achte Ausgabe des Rheinberger Künstlerinnentages. Auf die politische Ausrichtung im Rahmen des Internationalen Frauentages wies Gleichstellungsbeauftragte Diana Schrader im Stadthaus hin. "Die Gleichstellungspolitik bleibt eine Herausforderung."

Mit Blick auf die Zukunft, jenseits von blau und rosa, sei die Aufgabe beider Geschlechter, weiter an einer gerechteren Gesellschaft zu arbeiten. "Nicht der Beginn wird belohnt, sondern das Durchhalten", sagte Diana Schrader im Rückblick auch auf ein Vierteljahrhundert Gleichstellungsstelle der Stadt Rheinberg. Bürgermeister Frank Tatzel hatte zuvor die 35 Ausstellerinnen sowie die Besucher begrüßt. "Ich weiß, wie viel Arbeit in den Vorbereitungen einer solchen Veranstaltung steckt", sagte er am Rande der Ausstellung. Das Ergebnis sei überaus gelungen, das Stadthaus eine tolle Plattform, bei der Kreativität, Vernetzung und der Austausch Vorfahrt haben. "Die Veranstaltung lebt von der Vielfältigkeit der Angebote, den verschiedenen handwerklichen Techniken und dem Bühnenprogramm mit Musik, Tanz und Theater", so Tatzel, der auch den politischen Aspekt des Frauentages und die Gleichberechtigung ansprach. Viele weitere Schritte seien nötig, um Forderungen wie gleicher Lohn umzusetzen oder aber mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Im Verlauf des Sonntags zeigten sich die Ausstellerinnen überaus zufrieden, die Gäste kamen, kauften und staunten, beispielsweise auch über schmucke Ringe, die sich bei genauerem Hinsehen als ausgediente Kaffeekapseln entpuppten. War bei früheren Ausstellungen die Kunstauf der Leinwand führend, so gab diesmal die bunte kreative Mischung mit dem Markenzeichen "Handmade" den Ton an. "Ich denke, dass wir ganz verschiedene Bereiche abgedeckt haben", sagte Kirstin Pops, die die Veranstaltung der Stadt mit koordiniert hatte. Individualität, Liebe zum Detail und handwerkliche Kompetenz standen hoch im Kurs. "Das Publikum weiß das Angebot zu schätzen", so ihre Beobachtung.

Peppige Kinderkleidung, Deko, Schmuck, Wolle, Wohnaccessoires, groß- und kleinformatige Bilder, die Gäste bummelten interessiert von Stand zu Stand. Die Suche nach dem individuellen Stück, nach der besonderen Tasche, die es nur einmal gibt, wurde belohnt. Beispielsweise am Stand von Sigi Lang, die mit ihren bunten Taschen samt Zubehör erstmals zum Kreis der Ausstellerinnen gehörte. Im Zeitalter vieler gleicher Produkte "will keine mehr etwas von der Stange kaufen, sondern hat den Wunsch, sich von der Masse abzuheben und will individuell sein."

Der nächste Künstlerinnentag zum Internationalen Frauentag ist 2018 wieder im Stadthaus geplant.

Quelle: RP
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