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Rheinberg
Schnelles Internet für Rheinberg

Rheinberg. Die Telekom rüstet auf und verlegt Glasfaserkabel. Infoabend am Montag. Von Uwe Plien

Die Telekom rüstet auf: Das Rheinberger Stadtgebiet - insbesondere die bisher unterversorgten Stadt- und Ortsteile Eversael, Millingen, Borth, Wallach und Ossenberg - sollen ab dem vierten Quartal dieses Jahres mit Breitband versorgt werden. 9800 Haushalte können dann auf ein deutlich schnelleres Internet zurückgreifen. Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde sollen bald möglich sein.

Der Ausbau ist Teil der Telekom-Breitbandoffensive "Integrierte Netz Strategie". Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben bis Ende 2018 rund zwölf Milliarden Euro in die Infrastruktur in Deutschland. Die Kosten für den Ausbau in Rheinberg trägt die Telekom. "Wir freuen uns, dass Sie diese Investition für Rheinberg tätigen", sagte gestern Bürgermeister Frank Tatzel, als Telekom-Vertreter das Vorhaben im Stadthaus vorstellten. Beigeordneter Dieter Paus wies darauf hin, dass der Versuch, auf Kreisebene eine Verbundlösung hinzubekommen, im Jahre 2014 leider gescheitert sei. Als die Stadt dann ein Markterkundungsverfahren betrieben habe, habe sich die Telekom gemeldet.

Um zu verdeutlichen, wie sich der Umgang mit Datenmengen verändert habe, brachte Uwe Abels, kommunaler Ansprechpartner der Telekom, ein Beispiel: "Der heutige Verbrauch der 50.000-Einwohner-Stadt Kleve entspricht dem weltweiten Verbrauch im Jahre 1997." Unglaublich. Tendenz: weiter steigend.

Die Telekom beginnt nun recht bald damit, die 57 grauen Verteilerkästen im Stadtgebiet ("Multifunktionsgehäuse") mit leistungsfähigen Glasfaserkabeln auszustatten. "Von dort aus führen dann weiterhin Kupferkabel bis in die einzelnen Haushalte", so Peter Kroppen, bei der Telekom Leiter Infrastrukturvertrieb Region West. Nur in Neubaugebieten - demnächst auch in Budberg - werden die Glasfaserkabel direkt bis ans Haus geführt.

Wenn die neue Technik startklar ist, kann sie nicht nur von Telekom-, sondern auch von Vodafone-, Telefonica- und 1&1-Kunden genutzt werden. Wichtig für Telekom-Kunden ist, dass sie einen neuen so genannten vectorfähigen Router benötigen, um die Technik nutzen zu können. Der muss separat beantragt werden. Betroffen sind von der jetzigen Aktion alle Haushalte mit der Vorwahl 02843. 02802 (Borth und Wallach) läuft parallel über Alpen. Was mit 02841 (Vierbaum) und 02803 (Niederwallach) passiert, hängt von Gesprächen mit den Städten Moers und Wesel ab. 02844 (Orsoy) ist ausgeklammert.

Am Montag, 22. Februar, um 19 Uhr, findet im Rheinberger Stadthaus ein Informationsabend der Telekom zum Thema Breitband-Verlegung statt. Uwe Abels wird die Technik dann erklären.

Quelle: RP
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