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Rheinberg
Schützen sorgen für eine saubere Stadt

Rheinberg. Am Rheintor fand jetzt die traditionelle Besenübergabe der Bürgerschützen statt. Von Sassan Dastkutah

Der Hauptmann der ersten Kompanie des Bürgerschützenvereins Orsoy 1551, Werner Diebels, überreichte den Staffelstab, beziehungsweise den Besen, an Jürgen Schade, Hauptmann der 2. Kompanie. Die traditionelle Besenübergabe findet alle sechs bis neun Monate am Rheintor statt.

Seit dem 24. September hatte die 1. Kompanie, die wie die anderen beiden Kompanien rund 130 Mann hat, den Besen und damit die Verantwortung in den Händen, sorgte für die Sauberkeit rund ums Rheintor. Die 2. Kompanie behält den Besen nun die nächsten sechs bis acht Monate. Die drei Kompanien und der Vorstand wechseln sich regelmäßig mit den Reinigungsarbeiten am Rheintor ab. "Alle zwei Wochen treffen sich samstags rund acht bis zwölf Schützenbrüder. Die Schützen räumen den Dreck an den Auf- und Abgängen zum Deich und zum Rheintor, neben dem Rheintor am Deich und unter dem Rheintor weg." Aber damit nicht genug, wie Hans Funck, Vorstandsmitglied der Bürgerschützen unterstrich. "Wir befreien die Wege auch im Herbst vom Laub und den Kastanien." So sei gesichert, dass Deichschwärmer nicht ausrutschen. Und im Winter, wenn es schneie, werde auch Schnee geschaufelt. Unschönes Moos habe übrigens auch keine Chance, das werde entfernt. Ebenso wie Äste unter anderem von der großen Kastanie, die eine Gefahr sein könnten, schneide der Verein ab, wie Funck ergänzte.

Neben der Sauberkeit rund um das Tor sei den Mitgliedern auch der Austausch untereinander wichtig, wie Karl Hoffmeyer, Präsident der Bürgerschützen Orsoy, erklärte. Bei den Reinigungsaktionen, die ein bis zwei Stunden dauern könnten, werde gequatscht, geklönt und miteinander gelacht.

Seit 1985 sorge die Schützentruppe für Sauberkeit am Rheintor. Das Rheintor sei schließlich das Erste, was Gäste sehen, wenn sie von der Fähre kommen und in den Ort fahren, sagte der Präsident. Besonders im Sommer sei viel Unrat, der mit Grillpartys am Rhein verbunden sei, dort zu finden. Mehrere Säcke kommen bei solchen Aktionen zusammen. "Der DLB Rheinberg entsorgt den Müll und unterstützt uns so", sagt Hoffmeyer begeistert. Auch Café Hagemann und der Postgrill helfen dem Verein, indem sie bei den Besenübergaben für Leckereien sorgen. Eins sei diesmal anders, so Hoffmeyer: "Das ist die letzte Besenübergabe mit mir als Präsident und Jürgen Schade als Kompaniehauptmann. Wir hören alters-und gesundheitsbedingt auf."

Quelle: RP
 
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