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Rheinberg
Sechs neue Nistkästen

Rheinberg: Sechs neue Nistkästen
Johannes Schwerdt steht auf der Leiter. Mit dabei sind Karl-Heinz Gaßling, Dr. Erna Blümer, Margarete Klinkmüller, Hildegard und Heinz Wollefs sowie Barbara Schwerdt. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft hat sie am Hospiz Haus Sonnenschein angebracht. Von Uwe Plien

Im Hospiz Haus Sonnenschein - darüber herrschen auch unter den Mitgliedern der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Rheinberg keine zwei Meinungen - wird gute und wichtige Arbeit für todkranke Menschen in der letzten Lebensphase geleistet. Nun kam im Kreis der Vogelfreunde der Gedanke auf, den Bewohnern des Hospizes hinter dem psychiatrischen Krankenhaus St. Nikolaus eine Freude zu machen: Die Ornithologen haben sechs selbstgebaute Nistkästen an den Bäumen im kleinen Park angebracht. Johannes Schwerdt und Heinz Wollefs haben die Kästchen aus Holz gebaut. Die beiden brachten sie auch selbst an.

Ausgestattet mit Leiter, Bohrmaschine, Rosenschere und Zange und assistiert von Dr. Erna Blümer aus Münster, Margarete Klinkmüller, Barbara Schwerdt, Hildegard und Heinz Wollefs sowie Karl-Heinz Gaßling als Chef der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft für Rheinberg und Umgebung steht Johannes Schwerdt auf der Leiter. Mit sicheren Handgriffen bringt er einen Nistkasten nach dem anderen an. "Die meisten Parkanlagen haben Landschaftsarchitekten nur für den Menschen geplant und gebaut", erzählt Johannes Schwerdt. "Für die Naturvielfalt sind sie nur selten geeignet. Mit unseren Nistkästen für kleine Höhlenbrüter können wir ein bisschen nachbessern."

Vor allem Kohl- und Blaumeisen werden die Kästchen annehmen - davon geht jedenfalls Vogel-Kenner Karl-Heinz Gaßling aus. Er leitet die Gruppe ununterbrochen seit ihrer Gründung 1969 und sagt: "Die Nistkästen müssen frei hängen und so angebracht sein, dass sie nicht zuwachsen, damit Eichelhäher und Elster nicht an sie rankommen können."

Mit der Hausleitung war die Initiative der Ornithologen abgestimmt. Johannes Schwerdt: "Frau Bergmann, die Hospizleiterin, hat sich sehr über unsere Initiative gefreut." Die Mitglieder der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft hoffen nun, den Bewohnern und Mitarbeitern von Haus Sonnenschein eine Freude gemacht zu haben und können sich vorstellen, im nächsten Jahr einen Teil der großen Rasenfläche in eine naturnahe Blumenwiese umzuwandeln. Johannes Schwerdt: "Hier könnte man für unsere bunten Schmetterlinge mehr Lebensraum schaffen und den Hausbewohnern schöne Beobachtungsmöglichkeiten bieten."

Quelle: RP
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