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Alpen
Sekundarschule erbittet sich Zeit

Alpen. Schulleiter Tilman Latzel: "Qualität bemisst sich nicht nur an Anmeldungen." Von Bernfried Paus

In der Sitzung des Schulausschusses in der nächsten Woche (Donnerstag, 28. April, 17 Uhr) geht es erneut um die Zukunft der Sekundarschule, die mit nur 55 Anmeldungen deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Im Vorfeld der Sitzung wirft Schulleiter Tilman Latzel die Frage auf, "ob die Qualität einer Schule nur an Anmeldezahlen zu messen ist". Er jedenfalls meint, dass die "Entwicklung der Gesamtschülerzahl" und die pädagogische Arbeit in die Bewertung einer Schule einfließen müssen.

Latzel weist darauf hin, dass seit dem Start vor vier Jahren 66 Kinder und Jugendliche von den Gymnasien und Realschulen in Rheinberg, Xanten, Geldern und Alpen an die Sekundarschule gewechselt sind. Der Schulleiter stellt fest: "Die hohe Zahl der Schulwechsler sorgt dafür, dass die oberen Jahrgänge an ihre Kapazitätsgrenze stoßen."

Unabhängig davon unterstreicht der Sekundarschulleiter die vorzüglichen Rahmenbedingungen seiner Schule, die zentral im Ort liege und verschiedene Sportstätten unmittelbar vor der Tür habe. "Die Gemeinde hat in der Vergangenheit mit hohen Investitionen ideale Lernbedingungen für unser Schüler geschaffen", lobt Tatzel die Verantwortlichen im Rathaus. Er nennt die modernen Technikräume, die Küche und die Sanierung des Sportplatzes. "Außerdem sind der Ausbau des Ganztagsbereiches und ein Selbstlernzentrum zugesagt", so der Schulleiter weiter.

Tilmann Latzel hebt auch das außerordentliche Engagement und die pädagogischen Leistungen seines Kollegiums hervor, die bis ins Schulministerium Anerkennung finden würden. Er nennt den Modellversuch im Wahlpflichtbereich, der unter dem Begriff "Alpener Rotationsmodell" im ganzen Land Schule gemacht habe. Die Schüler würden schon in der Jahrgangsstufe 6 alle angebotenen Schwerpunktfächer kennenlernen, ehe sie dann in Jahrgang 7 eine verbindliche Entscheidung treffen.

Außerdem sei die Schule eingebettet ins örtliche Netzwerk durch Kooperationen mit der Firma Lemken, der Caritas, mit Sportvereinen, der Nabu-Gruppe und ganz aktuell mit einer Partnerschule in den Niederlanden. All das, so Latzel in der Gesamtschau, spreche "deutlich für die Qualität" der weiter im Aufbau befindlichen Sekundarschule.

Er bittet die Politik und die Eltern um Zeit, die notwendig sei, um ein abschließendes Urteil zu fällen. "Erst wenn Schüler der Sekundarschule ihre schulische Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, wird klar werden, wie gut und wichtig die neue Schulform an diesem Standort ist". Die ersten Abschlüsse am Ende der Sekundarstufe I wird es am Ende des nächsten Schuljahres im Sommer 2018 geben.

Quelle: RP
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