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Alpen
Senioren Union - ein wichtiger Faktor

Alpen: Senioren Union - ein wichtiger Faktor
Jakob Nühlen steht seit drei Jahren an der Spitze der Alpener CDU-Senioren. Im April möchte der 74-Jährige noch einmal kandidieren. FOTO: Fischer
Alpen. Die CDU-Senioren blicken heute an der Niederrheinischen Kaffeetafel in Veen auf die Gründung vor 30 Jahren zurück. Von Bernfried Paus

Wenn heute Nachmittag die Senioren Union im Landhaus Gietmann in Veen an der gedeckten Niederrheinischen Kaffeetafel Platz nimmt, neigt sich ein besonderes Jahr seinem Ende: Die Altersabteilung der CDU ist 30 Jahre alt geworden und auch als Organisation der Jugend entwachsen. Sie hat in drei Jahrzehnten nach überschaubarem Beginn erheblich an Größe und so an politischem Gewicht zugelegt.

14 ältere Herrschaften trafen sich am 29. September 1987 - Helmut Kohl war damals Kanzler - in der Burgschänke, um die Senioren Union aus der Taufe zu heben. Initiator war der inzwischen verstorbene ehemalige Gemeindedirektor Franz Sevens, der damals zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde. Anfangs war der Vorstand nur provisorisch im Amt. Erst zwei Monate später wurde der Bundesverband der Senioren Union ins Leben gerufen.

Von den Gründungsvätern und -müttern werden heute Dr. Hans-Georg Schmitz, damals Fraktionschef, Heinz Bühning und Alfons Graefenstein, beide zwischenzeitlich auch Vorsitzende der Ortsgruppe, und Maria Scholten, bis heute Beisitzerin im Vorstand, an der Kaffeetafel erwartet. Jakob Nühlen (74), seit dreieinhalb Jahren an der Spitze der Senioren Union, freut sich, dass mehr als 70 Gäste der Einladung zum Jahresabschluss folgen werden. "Das zeigt, dass unsere Angebote gut angenommen werden."

Der gelernte Kaufmann, der nach seiner Zeit bei der Solvay in Rheiberg gut 35 Jahre in Solingen und Hannover gelebt hat, war 2002 nach Alpen zurückgekehrt und hatte nach dem Eintritt in den Ruhestand über die Dorfwerkstatt, über die "Jungen Alten", seinen Kegelklub und als aktiver Radfahrer ein Netzwerk gespannt, an dessen Ende er auch der Senioren Union beitrat. "Ich hatte Lust, an der Gestaltung des sich entwickelnden Ortes aktiv teilzunehmen", sagte der Witwer.

An Politik sei er immer interessiert gewesen. Aber als er Nachfolger von Alfons Greafenstein - der ehemaligen Hauptschulrektor trat nach sieben Jahren an der Spitze nicht mehr an - werden sollte, musste er eine Lücke in seiner politischen Biografie schließen und in die CDU eintreten. Als Kapitän steuert er die CDU-Senioren auf Wachstumskurs. Die Zahl der Mitglieder legte seit 2013 um 39 auf 118 zu. "Ein Plus von knapp 50 Prozent", so der Kaufmann über eine gute Bilanz. Kritisch sieht Nühlen, der sich im April erneut zur Wahl stellen möchte, das Durchschnittsalter von 75 plus. "Hoffentlich rücken nach der Kommunalwahl Jüngere nach."

Auch wenn es seinem Selbstverständnis entspricht, im politischen Tagesgeschäft "zurückhaltend" zu agieren und es den gewählten Akteuren zu überlassen, so weist er doch selbstbewusst auf die Bedeutung der Alten hin: "Wir sind ein wichtiger Faktor bei jeder Wahl und werden immer mehr", so Nühlen.

Bei ein kontrovers diskutierten Thema legt er seine Zurückhaltung ab. "Ich fände es bedauerlich, wenn beim Stadtumbau der Plan des Siegerbüros nicht umgesetzt würde", so der Vorsitzende. "Ich sehe da erhebliches Potenzial für Alpen."

Ihres schöpft die Senioren Union mit dem Angebot für die Generation Ü 60 weitgehend ab. Ob Info-Fahrten wie nach Berlin oder in die Eifel zur Ordensburg Vogelsang, jene ehemalige NS-Kaderschmiede, oder Vorträge wie von Pfarrer Dr. Hartmut Becks zu den Ursprüngen der Reformation seien gut angekommen. Die Pflege sozialer Kontakte in geselliger Rund wie heute an der Tafel sei ein Baustein für den Erfolg der Senioren Union. "Die meisten kommen nicht mal aus der CDU, sondern wegen persönlicher Empfehlungen", so Nühlen - ein Kompliment. Das Gesamtpaket stimmt.

Quelle: RP
 
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