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Alpen
Singend auf die Weihnacht zu

Alpen. Musik- und Literaturkreis lud zum offenen Singen: Rund 100 Leute folgten der Einladung. Von Peter Gottschlich

Solange es den Musik- und Literaturkreis gibt, lädt er in der Adventszeit zu einem offenen Singen ein, darauf weist Dr. Hans-Georg Schmitz immer wieder hin, wenn er die adventlichen Konzerte eröffnet. Das war auch am Sonntagnachmittag so, als der Mitgründer und Vorsitzende des Kreises zum 35. "Offenen Singen zur Advents- und Weihnachtszeit" das Publikum begrüßte. "Es ist das Angebot an Sie, liebe Besucher, mitzusingen", sagte er in der evangelischen Kirche in Alpen.

Dieses Angebot nahmen die knapp 100 Besucher, die gekommen waren, nur zu gerne an. Dabei waren es vor allem klassische und besinnliche Lieder, in die sie diesmal einstimmten, nicht moderne und freudige, die im Mittelpunkt gestanden hatten, als der Musik- und Literaturkreis vor einem Jahr nach St. Vinzenz auf der Bönninghardt zum Mitsingen eingeladen hatte.

So standen diesmal zum Beispiel als einstimmige Variante "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit", "Tochter Zion" oder "O du fröhliche" auf dem Liederzettel. Dazu kamen mehrstimmige Stücke, etwa der Kanon "Er ist die rechte Freudensonn'" oder "Freu dich, Erd- und Sternenzelt".

Natürlich sangen bei diesen Stücken auch die Sänger der Kirchenband der Evangelischen Kirchengemeinde Alpen mit, die so heißt, obwohl nur die die Hälfte der 18 Aktiven ein Instrument spielt, während die anderen mit ihrem eigenen Körper Klangbilder erzeugen. Sie intonierten zum Beispiel "Es kommt ein Schiff geladen", "Still, still, still" oder ein "Es ist ein Ros' entsprungen", begleitet von Bass, Gitarre, Trompete, Flöte, Schlagzeug und Klavier.

Auch für die Zwischenspiele auf der Orgel hatte Chorleiter Lothar Rehfuß Klassiker der Adventsmusik ausgesucht, etwa die barocken Choralvorspiele "Nun komm der Heiden Heiland" oder "Wie soll ich dich empfangen" von Johann Sebastian Bach.

Passend zum vorweihnachtlichen Konzert hatte der Chorleiter außerdem Gedichte ausgewählt, die besinnlich und nachdenklich stimmten. Sie wurden von Pfarrer Dr. Hartmut Becks vorgetragen, beispielsweise "Weihnachtsabend" von Theodor Storm, "Weihnachten" von Joachim Ringelnatz oder "Maria" von Bertold Brecht.

Zuhörer und Mitsinger wollten nicht nach Hause gehen, als nach gut einer Stunde das letzte Lied verklungen war. Sie klatschten und klatschten, bis sie die Kirchenband überzeugt hatten, die besinnliche Stimmung mit einer Zugabe um einige Minuten zu verlängern. Zusammen stimmten sie ein zweites Mal "Macht hoch die Tür" an.

Quelle: RP
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