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Rheinberg
So sollen Holz- und Fischmarkt aussehen

Rheinberg. Der Bau- und Planungsausschuss hat gestern Abend weitgehend festgelegt, wie Holz- und Fischmarkt im nächsten Jahr gestaltet werden sollen. Nachdem Planer Johannes Reinders noch einmal die nach der Bürgerbeteiligung überarbeitete Planung vorgestellt hatte, einigten sich die Politiker nach langer Diskussion - bis auf die Linken führten alle Fraktionen ihre Vorstellungen, Wünsche und Bedenken aus - auf folgendes Ergebnis: Von Uwe Plien

Das bestehende rote Klinkerpflaster rund um das gesamte Markt-Areal soll erhalten bleiben. Es wird aus gestalterischen Gründen vor der Häuserzeile an Holz- und Fischmarkt (Hotel bis Engbers) allerdings auf eine Breite von vier Meter reduziert. Ursprünglich waren drei Meter geplant, der Ausschuss kam nach einer Sitzungsunterbrechung der SPD entgegen.

Alle Platzflächen werden mit dem gleichen, grau-gelben Betonsteinpflaster wie auf dem Großen Markt ausgestattet. Ausgenommen davon sind die Underbergstraße, wo der Porphyr-Naturstein bleibt, sowie das bereits erwähnte rote Klinkerband und die um das Alte Rathaus verlegten Granitsteine.

Die Punkte drei (Sperrung der Fahrbahn für den motorisierten Individualverkehr zwischen Underberg-Palais und Eisdiele) und vier (Wegfallen der Busbuchten) wurden zunächst abgesetzt und sollen später entschieden werden, weil es noch Beratungsbedarf gab.

Einigkeit herrschte darin, ein Gutachten über den Zustand des roten Betonsteinpflasters der Fahrbahn in Auftrag zu geben. Auf Basis des Ergebnisses soll entschieden werden, ob die rote Fahrbahn bleibt wie sie ist oder ob die Straße in diesem Abschnitt asphaltiert wird. Dazu lag ein Antrag der CDU vor.

Die vier Bäume vor der Häuserzeile (Buchhandlung Schiffer etc.) sollen gegen vier schmalkronige Ahornbäume ersetzt werden. Diese Bäume werden auch am Großen Markt eingepflanzt. Die beiden äußeren Bäume am Fischmarkt-Hotel und an der Einmündung Gelderstraße bleiben erhalten.

Auch die Entscheidung darüber, wo welche Bushaltestellenhäuschen hingesetzt werden, wurde vertagt. Die Stadtverwaltung wird dazu neue Vorschläge erarbeiten.

Letztlich wurde die Verwaltung beauftragt, die Ausführungsplanung in Auftrag zu geben. Die noch nicht beschlossenen Punkte sollen nach der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 13. September auf den Weg gebracht werden.

Zu einer mögliche Sperrung von Holz- und Fischmarkt für den Durchgangsverkehr äußerte sich Baudezernent Dieter Paus. Die Diskussion sei seit den achtziger Jahren in bestimmten Intervallen immer wieder aufgeflammt - jeweils angeregt von Bürgern, aber auch von Gewerbetreibenden. Ein Vorteil bestehe darin, die Aufenthaltsqualität zu steigern, weil es weniger Verkehrslärm und keine Raser mehr gebe. Die andere Frage sei, wie sich eine solche Sperrung auf den Einzelhandel auswirke. Entscheide man sich für eine Sperrung, so könne man sie jederzeit als zeitlich befristeten Versuch laufen lassen, sagte Paus. Begleitend müsse es ein Verkehrsleitsystem geben. Ziel des Integrierten Handlungskonzepts sei es, so zu planen, dass es für alle passe.

Quelle: RP
 
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