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Alpen
Spaß pur im Zug der Alpener Kinder

Alpen. Der 0,0-Promille-Erlass zeigt Wirkung. Mehr als 3000 Gäste - etwas weniger als in den Vorjahren - am Rande des AKK-Tulpensonntagszuges sind begeistert. Zwischenfälle bleiben aus. Besucher zeigen viel Verständnis. Von Sabine Hannemann

Als schillernder Narrenort machte sich gestern Alpen mit seinem Kinderkarnevalszug einen guten Namen. Das Motto "Kinder aus aller Welt, der Karneval uns zusammenhält" lockte bei moderaten Temperaturen Jung und Alt auf die Straßen. Aufgrund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit hatte der AKK als Veranstalter ein 0,0-Promille-Gebot verhängt. Das Konzept ging auf. Der Spaß der närrischen Kinder im Zug und am Straßenrand blieb absolut ungetrübt.

Ausgezeichnete Kondition: Das Krähen-Ballett aus Veen brachte viel Schwung auf die Straßen in Alpen. Marie rollte verletzt mit. FOTO: Olaf Ostermann

Aufgrund der Baustelle im Ortskern sammelten sich Wagen und Fußgruppen, insgesamt 21 Einheiten, in der von-Dornick-Straße. Gut gerüstet gab sich das amtierende Prinzenpaar Julian (Koch) und Charlotte (Cremer), um das sich alles drehte. "Nur ein bisschen aufgeregt", meldete Prinz Julian vor dem Startschuss. Doch das Prinzenpaar wusste sich mit Gefolgschaft und Hofdamen wie Marlies Wronski und Hannelore Witke in guter Gesellschaft. Als sich dann alles in Bewegung setzte, gab es kein Halten mehr. Aufregung? Welche Aufregung? Chipstüten, Bonbons und Prinzenrollen, alles lag griffbereit, um es ins Narrenvolk zu werfen.

Machten ihre Sache prima: Kinderprinz Julian Koch und seine Prinzessin Charlotte Cremer ließen die Kamelle fliegen. FOTO: Ostermann, Olaf (oo)

Bunt und mit tollen Ideen rollte der Zug durch Alpens Straßen. Der KC "Rin inne Kopp" gab sich mit Schneewittchen-Motiv märchenhaft. Die Jungschützen Menzelnerheide imponierten als Burgvolk von hohen Zinnen herab. Mittendrin Schlümpfe, Teufel und Bären, ganz vorneweg, direkt nach dem Tambourcorps Bönninghardt-Saalhoff, eine XXL-Pizza mit fröhlichen Pizzabäckern. Die Nachbarschaft Am Kulzenhof mischte wieder mit wie auch das Möhnenkomitee.

Alles im Griff auf dem Narrenschiff - so die erste Bilanz. Das Sicherheitskonzept ist aufgegangen. Bereits gegen Mittag gab es an den Ortseingängen Taschenkontrollen. Alkohol- und Glasverbot zeigten Wirkung. Die Besucher hatten Verständnis, nachdem im vorigen Jahr mit stark alkoholisierten Jugendlichen aus dem Umland das Geschehen aus dem Ruder gelaufen war.

Polizei, Feuerwehr und Ordnungskräfte leisteten ihren Beitrag, damit der Kinderkarneval seinem Namen im besten Sinne gerecht wurde. "Dieser Zug hat wieder an die Gründerjahre angeknüpft. Dass Karneval auch ohne Alkohol schön ist, sollte Schule machen", so Rüdiger Kunst vom DRK-Ortsverband. Alkoholbedingte Einsätze: 0,0. Auch AKK-Vorsitzender Sven Thiesies war zufrieden, "auch wenn etwas weniger Zuschauer da waren als zuletzt". Das könne auch an der Konkurrenz in Xanten gelegen haben. "Aber die Familien sind bei uns voll auf ihre Kosten gekommen. Die Stimmung war gut", so Thiesies.

"Wir ziehen auch im nächsten Jahr wieder mit", brummten die Bären. "Richtig und wichtig", beteuerten die Schlüpfe: "Wir brauchen keinen Alkohol, um in Stimmung zu kommen." Familienspaß pur. "Wir feiern Kinderkarneval und keine Technoparty", so Vater Bernd. Marcel: "Schade, dass es überhaupt so weit gekommen ist." Das Bierchen während des Zuges hat Heinz Josef Janssen aus Borth nicht vermisst. "Es geht doch um die Kinder."

Quelle: RP
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