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Rheinberg
SPD im Dialog: Borther sorgen sich um die Kosten

Rheinberg. Grundwasserregulierung, Kanalsanierung, Deichbau und latente Absenkungsbewegungen im Gelände: Der Rheinberger Norden steht in den nächsten fünf Jahren vor massiven Umwälzungen. Das wühlt den Boden in Borth und Wallach auf, aber - spätestens wenn's losgeht - auch die betroffenen Menschen. Damit die frühzeitig Bescheid wissen, was auf sie zukommt, hatte die SPD ins Klubheim des TuS Borth geladen. Die Resonanz war zufriedenstellend, wenn auch vor dem Hintergrund der erheblichen Eingriffe überschaubar. Von Bernfried Paus

Gut zwei Dutzend Bürger wollten sich von den Verantwortlichen der Lineg erklären lassen, wie diese sicherstellen will, dass Häuser und Landschaft aufgrund der vom Salzbergbau verursachten Senkungen künftig nicht im Wasser stehen. Lineg-Chefplaner Dr. Wolfgang Kühn und Projekt-Leiter Ralf Kempken erläuterten die geplanten Maßnahmen, den Grundwasserspiegel so zu zähmen, dass er zunächst für die nächsten 25 Jahre keine Schäden für Mensch und Natur anrichtet.

So soll die Bortsche Ley wieder ertüchtigt werden, so dass sie wieder das Wasser aus dem Umfeld aufnehmen und auf ökologisch verträgliche Weise sowie am Ende über eine Leitung in den Rhein fließen lassen kann. Auch den Senkungssee am Kolk will die Lineg nicht ins Uferlose wachsen lasen.

Leistungsstarke Pumpen sollen in Kombination mit Drainagen und Druckrohrleitungen, die teils auch in Wohnlagen verlegt werden, für reibungslosen Abfluss sorgen. Problem bisweilen: Da erst der neue Deich in Wallach fertig sein muss, um die Abflussleitung an den Rhein zu führen, soll die Grundwasserregulierung teils vorübergehend über das öffentliche Kanalnetz erfolgen. Das ist aber, auch durch vom Salzbergbau verursachte Verwerfungen, nur noch bedingt funktionstüchtig und muss aufwendig saniert werden (RP berichtet).

Die Genossen skizzierten die Sanierungspläne und nahmen den eindringlichen Wunsch der Bürger mit, frühzeitig darüber informiert zu werden, ob und, wenn ja, wie viel sie bezahlen sollen. Die Lineg konnte für ihren Part klar Auskunft geben: Was sie macht, zahlt die Cavity.

Quelle: RP
 
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