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Rheinberg
SPD-Kandidatin diskutiert mit Awo

Rheinberg. Stationäre Pflegeplätze werden knapp. Geschäftsführer kritisiert das Land.

Wenn Bernd Scheid an die Zahl der stationären Pflegeplätze im Kreis Wesel denkt, dann macht er sich große Sorgen um die künftige Entwicklung. "Weil", so der Geschäftsführer der Awo im Kreis, "jedes Jahr 80 Betten fehlen." Das summiere sich im Laufe der Zeit. Auf der anderen Seite würden seriöse Anbieter keine Einrichtungen mehr bauen. Die Landesregierung, kritisiert Scheid, habe gesetzliche Regelungen geschaffen, die die Refinanzierung der Investitionskosten von Heimen so verschlechterten, dass viele Träger nicht mehr bauen würden. Selbst wenn sie es täten, dauere es bis zu fünf Jahre, bis ein 80-Betten-Haus fertig sei. Das könne die Lücke nicht schließen. Die Zukunft der Pflege war ein Thema beim Besuch von SPD-Bürgermeisterkandidatin Rosemarie Kaltenbach.

Die 55-Jährige hat viele Jahre ihren schwerstbehinderten Sohn zu Hause gepflegt. Erst kürzlich war sie als Tagespflegepraktikantin der Caritas mit einer Schwester unterwegs, um die Arbeitsbedingungen kennenzulernen. Sie sei davon überzeugt, dass dieser Beruf attraktiver gemacht werden müsse - was die Bezahlung als auch die gesellschaftliche Anerkennung angehe.

Beim Besuch der Awo ging es auch ums Kennenlernen. Als Beigeordnete der Stadt, so Rosemarie Kaltenbach, habe sie kaum Berührungspunkte mit der Awo. Im Gespräch ging's zum Beispiel um die Betreuung von Flüchtlingen. Kaltenbach arbeitet im Arbeitskreis Asyl mit, dort sind auch Mitarbeiter der Awo vertreten. Die Awo selbst plant ein neues Projekt in Sachen Betreuung. Ab Herbst können traumatisierte Kinder in Moers behandelt werden. Die Bürgermeisterkandidatin sprach sich dafür aus, dass Menschen, "wenn sie als Asylbewerber anerkannt sind, bei uns auch eine Perspektive bekommen".

Quelle: RP
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