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Alpen
Spiritusjäger kegeln immer nur sonntags

Alpen: Spiritusjäger kegeln immer nur sonntags
Die roten Teufel und ihre Maskottchen: Vor 40 Jahren haben junge Spielleute aus Millingen den Kegelklub "Die Spiritusjäger" gegründet. Den gibt es immer noch. Auf der Bahn in der Gaststätte "Zum Dahlacler" wollen die Herren in geselliger Runde alt werden. FOTO: Armin Fischer
Alpen. Klub mit Millinger Spielleuten ging vor 40 Jahren auf die Bahn. "Zum Dahlacker" in Alpen sind sie seit drei Jahrzehnten. Von Bernfried Paus

Weil ihnen die Musik allein nicht genügte, gründeten gesellige Männer vom Tambourcorp Millingen - alle zwischen 17 und 21 Jahre jung - kurzerhand einen Kegelklub und tauften ihn auf den programmatischen Namen "Die Spiritusjäger". Das ist zwar 40 Jahre her. Doch das Feuer ist noch längst nicht erloschen.

Wenn auch die Bahn mehrfach gewechselt und auch die Zusammensetzung der Runde in all den Jahren mal die ein oder andere Änderung erfahren hat, eins ist geblieben: Die Kugeln rollen alle vier Wochen, immer am Sonntagmorgen. Das war von Anfang an so, weil einige Jungs damals beim Bund waren und sonst kein Termin möglich war. Dabei ist es geblieben, auch wenn später mal manche Gattin Widerspruch angemeldet hat.

Weitere Regel im Klub der munteren Kegler: Alle zwei Jahre ziehen sie hinaus zu einer ordentlichen Kegeltour. Bei der Premiere ein Jahr nach der Gründung hieß das Ziel Bingen am Rhein. Dann wurden die Entfernungen größer. Gekegelt wurde auf Norderney, dann mal auf Mallorca und auch schon auf Gran Canaria.

Erste heimische Station der Jäger am Kegel-Sonntag war der Dorfkrug in Ossenberg. Dann zogen sie weiter auf die Bahn der Geschwister Gödeke in Millingen, um schließlich im Jahr des Zehnjährigen auf der Bahn im Gasthof Zum Dahlacker in Alpen bei Familie Robbertz eine dauerhafte Bleibe zu finden, wo die Spiritusjäger mit Freude alt werden können.

Dort in ihrer guten Stube haben "Die Spiritusjäger" ihren runden Geburtstag. Dazu haben sie auch befreundete Kegelbrüder aus anderen Klubs eingeladen - zunächst zum Frühstück, der dann überging in einen zünftigen Kegel-Dämmerschoppen. Die Gebursttagskinder hatten sich einen gewählt, an dem früher immer der Dahlacker-Pokal ausgetragen worden ist und sich inzwischen mehrere Klubs nur noch zu geselligen Runden treffen. So sollte es dann auch diesmal sein.

Alle Kegler - sie sind zwischen 40 und 62 Jahre alt - tragen Spitznamen. Nur die werden beim Kegeln auf der Tafel notiert. Ein verlorenes Spiel kostet einen Euro, für den Pudel gehen zehn Cent in die Kasse.

Von den Gründern sind noch Wilfried Maas ("Brille"), Ludger Ricking ("Menne"), Ulrich Schmiedeskamp ("Mäuschen") und Herbert Janzik ("Ziko") dabei. Außerdem gehören Präsident Ulrich Drescher ("Zypel"), Wolfgang Brey ("Wolle"), Uwe Beckers ("Dixi"), Dirk Webers-Homölle ("Klimpi"), Wolfgang Ridder ("Bollo") und Gerd Verhalen ("Futzi") zum Klub.

Zum Geburtstagsfest war auch "Ziko" wieder dabei, auch wenn er längst in Bamberg lebt. Der lässt es sich nicht nehmen, mehrmals im Jahr vom Frankenland an den Niederrhein zu kommen, um am Sonntagmorgen in der alten Heimat eine ruhige Kugel zu schieben.

Quelle: RP
 
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