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Rheinberg
"Sport im Park" wird fortgesetzt

Rheinberg. Das Konzept "Sport im Park" mutet an wie eine Neuauflage der 1970 initiierten Trimm-dich-Bewegung, mit der der Deutsche Sportbund die dicker und bequemer werdenden Wohlstands-Deutschen erfolgreich aus den Sesseln auf die Trimm-dich-Pfade lockte. Auch bei "Sport im Park" geht es darum, Menschen jeden Alters in Bewegung zu bringen. Rund 300 deutsche Kommunen haben in diesem Jahr mitgemacht; auch Rheinberg - am 10. Juni war der Auftakt im Stadtpark, bis Ende September gab es zahlreiche Aktionen. Im Sportausschuss zog Dagmar Kullmann vom Stadtsportverband nun eine selbstkritische Bilanz. Von Uwe Plien

Zur Konzeption von "Sport im Park" gehöre, dass die Teilnahme kostenfrei sei und jeder mitmachen könne. Es seien aufwendige Flyer gedruckt worden, der Landessportbund unterstützte das Projekt finanziell. "Wir sind mit unseren Angeboten ganz bewusst in den Stadtpark gegangen, weil wir gehofft haben, dort mehr Publikum zu erreichen. Das ist uns aber leider nicht immer gelungen." Die, die man begeistern konnte, seien überwiegend Leute gewesen, die keinem Verein angehören. Fast alle hätten gefragt: Wird das im nächsten Jahr wieder durchgeführt? Angeboten wurden unter anderem Rollator-Walking, Boule und Smovey-Training.

Dagmar Kullmann: "Wir wollten nicht nur an einem Ort bleiben und haben deshalb unter anderem Boule beim TC Solvay in Ossenberg und in Budberg angeboten, was leider sehr schlecht angenommen wurde." Bedauerlich findet der Stadtsportverband, dass sich an "Sport im Park" so gut wie keine jüngeren Menschen beteiligt haben. Zudem waren die Wetterbedingungen ungünstig: "Es war entweder zu heiß oder zu nass", so Kullmann, "beides ist nicht gut, wenn man Sporteinsteiger erreichen will." Immerhin seien 300 bis 400 Rheinberger zum Mitmachen motiviert worden.

2018 sollen einige Verbesserungen greifen. So würde der Stadtsportverband gerne auf der Internetseite der Stadt werben. Zudem soll es mehr Angebote aus dem Bereich Musik und Bewegung geben. Kullmann: "Gerne würden wir Banner aufhängen und im Stadtpark einen Schaukasten installieren."

Bürgermeister Frank Tatzel plädierte für eine Fortsetzung von "Sport im Park" und regte an, über Angebote wie Basketball jüngere Sportler anzusprechen. Ausschussvorsitzende Claudia von Parzotka-Lipinski schlug vor, dass sich die Mitglieder des Sportausschusses im nächsten Jahr beteiligen könnten.

Quelle: RP
 
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