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Rheinberg
St.-Peter-Kirche aus der Vogelperspektive

Rheinberg: St.-Peter-Kirche aus der Vogelperspektive
Arno Ingenlath mit zwei seiner sechs ferngesteuerten Drohnen vor der St.-Peter-Kirche. Rechts: Die Kirche mit dem Stadthaus aus der Drohnen-Perspektive. FOTO: Armin Fischer (1), Arno Ingenlath (1)
Rheinberg. Arno Ingenlath aus Alpen fotografiert die Dacharbeiten in Rheinberg mit Kameras, die an Drohnen befestigt sind. Von Uwe Plien

Die Sanierung des Daches der St.-Peter-Kirche in Rheinberg ist in vollem Gange. Die Schiefertafeln der beiden Seitenflügel sind bereits abgebaut, nächste Woche ist die Dachkonstruktion an der Reihe. Und bald wird der Kran aufgestellt. Im Frühjahr 2016 soll alles fertig sein und die Kirche in neuem Glanz erstrahlen.

Dank Arno Ingenlath kann die Pfarrgemeinde den Baufortschritt exakt dokumentieren. Der Gutachter aus Alpen fotografiert die Kirche aus der Vogel-Perspektive. Dazu setzt er seine Drohnen ein: kleine, ferngesteuerte Hubschrauber, an die Foto- oder Videokameras befestigt werden. "Wir fotografieren die Kirche jetzt in unregelmäßigen Abständen, so wie es die Zeit zulässt", erzählt Ingenlath.

FOTO: Fischer, Armin (arfi)

Zwei seiner sechs Drohnen hat Arno Ingenlath eingesetzt. Die haben jeweils sechs kleine Rotorblätter, die die Elektromotoren antreiben. Ein Akku liefert den nötigen Strom. "Zehn bis zwölf Minuten kann eine Drohne in der Luft bleiben", beschreibt der Alpener. Wichtig ist, dass das Gesamtgewicht fünf Kilogramm nicht übersteigt.

Inzwischen werden Drohnen günstiger. Man könne sie bereits für 3500 Euro kaufen, sagt Ingenlath: "Ich habe für meine Bausätze noch um die 10 000 Euro bezahlt."

Seit drei Jahren setzt er die kleinen Fluggeräte nun ein. Filme über den Xantener Dom und die Weseler Rheinbrücke hat er unter anderem produziert. Und bald will er seine Mini-Helikopter auch in bis zu 300 Meter hohe Schornsteine schicken. Dazu muss allerdings eine spezielle Steuerung entwickelt werden, die verhindert, dass die Drohne innen gegen die Wände stößt. Ingenlath: "Ich habe einen Praktikanten, der sich an der Hochschule Rhein-Waal mit Sensorik beschäftigt. Der arbeitete daran." Apropos Hochschule Rhein-Waal: Auch die Eröffnung der Forschungseinrichtung "Fab-Lab" in Kamp-Lintfort begleitet er filmisch. Theoretisch können Drohnen bis zu 1000 Meter aufsteigen. 100 Meter sind aber maximal zulässig. Als Ingenlath seine Maschinen jetzt aufs Dach der St.-Peter-Kirche schickte, hatte er weitere, von der Stadt geforderte Auflagen zu erfüllen: "Ich musste zwei Assistenten mitbringen, die den Flugbereich im Auge behalten", so der Gutachter für Fahrzeuge und Industriemaschinen.

Quelle: RP
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