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Rheinberg
Stadt geht beim Nachwuchs neue Wege

Rheinberg: Stadt geht beim Nachwuchs neue Wege
Gabriele Bergerhoff, bei der Stadt verantwortlich für das Personal. FOTO: GB
Rheinberg. Rheinberger Verwaltung schreibt zum 1. Oktober 2018 erstmals einen Studienplatz "Sozialarbeit" als Duales Studium aus. Von Nicole Maibusch

Insbesondere vor dem Hintergrund eines drohenden Fachkräftemangels gewinnt eine vorausschauende Personalplanung immer mehr an Bedeutung. Deshalb geht die Stadt Rheinberg im Bereich "Sozialarbeit" neue Wege und schreibt zum 1. Oktober 2018 erstmals einen Studienplatz "Soziale Arbeit" aus. Die anfallenden Studiengebühren übernimmt die Stadt Rheinberg.

"Für uns ist absehbar, dass in etwa vier Jahren eine Mitarbeiterin aus diesem Bereich in den Ruhestand gehen wird", berichtet Gabriele Bergerhoff, Fachbereichsleiterin Personal und Organisation, bei der Stadt Rheinberg. Doch schon jetzt ist es zunehmend schwierig, offene Stellen im Bereich Sozialarbeit zu besetzen. "Die Anzahl qualifizierter, geeigneter Bewerber ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken", bestätigt Gabriele Bergerhoff. Angesichts dessen die Hände in den Schoß zu legen und bis zum Tag X zu warten, um einen geeigneten Nachfolger zu finden, hält die Fachbereitsleiterin für die falsche Strategie. Statt dessen habe sich die Verwaltung dafür entschieden, die Weichen für die personelle Zukunft schon jetzt zu stellen und den Nachwuchs im Bereich Sozialarbeit selbst mit auszubilden. "Das gibt uns die Möglichkeit, die jungen Menschen in Zusammenarbeit mit erfahrenen Mitarbeitern frühzeitig an Aufgabenbereiche bei uns heranzuführen", so Bergerhoff. Zudem erreiche man somit eine gute Durchmischung in der Altersstruktur der städtischen Mitarbeiter.

Von dem für den Bereich Soziale Arbeit neuen "Ausbildungskonzept" profitieren Stadt und Studenten gleichermaßen, zeigt sich Bergerhoff überzeugt. Der Studierende verbringt seine Praxissemester bei der Stadt Rheinberg und lernt hier seinen künftigen Arbeitsbereich kennen. Die Stadt erhält einen engagierten jungen Menschen als Mitarbeiter.

Neben der Hochschulzulassung sollten Bewerber viel Empathie, Engagement und eventuell schon Erfahrung im sozialen und administrativen Bereich mitbringen.

Das Duale Studium Soziale Arbeit an der IUBH Düsseldorf dauert sieben Semester. Der Studierende erhält eine monatliche Aufwandsentschädigung von 250 Euro. Die Stadt zahlt die Beiträge zur Kranken-, Pflege, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Im Gegenzug bindet sich der Studierende nach Studienabschluss für zwei Jahre vertraglich an die Stadt Rheinberg. "Wir hoffen natürlich, dass daraus ein langfristiges Beschäftigungsverhältnis entsteht", betont Gabriele Bergerhoff.

Im Haushaltbudget für das Personal ist die Studienstelle auf dreieinhalb Jahre mit 1024 Euro pro Monat veranschlagt. "Die Summe beinhaltet die Studiengebühren und die Personalkosten", erläutert die Fachbereichsleiterin.

Quelle: RP
 
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