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Rheinberg
Stadt: Versetztes Parken hat sich bewährt

Rheinberg: Stadt: Versetztes Parken hat sich bewährt
Ein Blick in die Alpener Straße. Im Hintergrund ist das Feuerwehrgerätehaus zu sehen, an dem ein Messpunkt eingerichtet war. Das kritisierten die Anwohner. Besser wäre es gewesen, am Ortseingang zu messen, sagen sie. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Die Anwohner der Alpener Straße in Millingen sind mit den von der Stadt vorgelegten Messergebnissen nicht zufrieden. Von Sabine Hannemann

Die Verwaltung hat die Ergebnisse präsentiert, die die Stadt zur Verkehrssituation an der Alpener Straße in Millingen für die Bürgerversammlung vorbereitet hatte. Dabei ging es um folgende Punkte der mittlerweile vierten Veranstaltung: geordnetes alternierendes Parken und Ergebnisse der Geschwindigkeits- und Lärmmessungen. "Angeordnete Maßnahmen" wie das alternierende - versetzte - Parken werden beibehalten, versicherte Jonny Strey, Leiter Fachbereich Sicherheit und Ordnung. Ebenso die Geschwindigkeitsbegrenzungen bei 30 km/h innerorts und 50 km/h außerorts. Die Maßnahmen beruhen auf insgesamt sieben Messungen, von denen Strey beispielhaft zwei vorstellte. Demnach verringerten rund 40.000 Fahrzeuge ihre Geschwindigkeit aufgrund der neu geschaffenen Parksituation.

Strey: "Die gewählte Maßnahme des alternierenden Parkens zeigt Erfolg. Die Autofahrer werden eindeutig langsamer." Mit den Ergebnissen der durchgängigen Lärmmessungen gaben sich die Anwohner nicht zufrieden. Speziell das Abbremsen und Anfahren der Pkw wie auch der schweren Lkw verursache den Lärm. Als besonderes Problem erwies sich das Thema Lkw auf der Alpener Straße, die nach dem Stopp spürbar stark und laut anfahren, so die Erfahrungen der Anwohner. In der Zeit von 4.30 bis 8 Uhr sei die lärmintensive Zeit speziell zu Wochenbeginn und am Wochenende, so die Anwohner. Jonny Strey wies in dem Zusammenhang auf die verschiedenen Messwerte hin, die lärmreduzierende Werte aufwiesen. Bereits in der Vergangenheit hatten Anwohner ein Lkw-Durchfahrtsverbot gefordert. Ihre Klage wurde beim Verwaltungsgericht Düsseldorf abgewiesen, der Rechtsweg ausgeschlossen und der Stadt Rheinberg die Rechtmäßigkeit der gewählten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung bestätigt. Das bedeute, dass die Maßnahmen zur Geschwindigkeits- und Lärmmessung richtig gewählt waren. Darüber hinaus sei die Stadt auf einer Kreisstraße nicht befugt, ein Lkw-Durchfahrtsverbot zu verhängen, da die Zuständigkeiten beim Kreis und nicht der Kommune liegen. Das Argument der städtischen Fürsorgepflicht wurde genannt. Strey: "Es gibt keine weiteren Maßnahmen. Sie müssen damit leben und sind an das Schicksal gebunden." Die Stadt Rheinberg sei auch nicht verpflichtet, für entsprechende Dämmung zu sorgen. Bemängelt wurden von den Anwesenden zudem Zeitraum wie auch Standort der Messgeräte direkt vor der Feuerwehrgerätehaus. Aus dem Publikum kamen die Hinweise, dass die Anwohner den Messstandpunkt schon bei der Einrichtung für wenig geeignet hielten und Alternativvorschläge gegeben hätten. "Es hätte der Ortseingangsbereich sein müssen", so der Hinweis. Speziell im Januar sei die Belastung durch die Baumesse stark. Für Zweifel sorgte ebenfalls die Anzahl der gemessenen Pkw. 2014 wurde rund 33.000 durchfahrende Autos im vorgegebenen Zeitraum gemessen, 2016 hingegen rund 37.000 bis 40.000. Die Zunahme der Pkw mache sich in den Messwerten erstaunlicherweise nicht bemerkbar, so die Anwohner. Bürgermeister Frank Tatzel bot an, den Bürgern das Urteil des Verwaltungsgerichtes zur Verfügung zustellen.

Quelle: RP
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