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Rheinberg
Stadtradeln: Rheinberg fehlt noch der nötige Schwung

Rheinberg. Derzeit sollte eigentlich in Rheinberg und am Niederrhein das Stadtradeln-Fieber grassieren.

Einige Städte und Gemeinden aus dem Kreis Wesel nehmen 2016 erstmals teil, und zumindest in Hamminkeln scheint das "Fieber" ausgebrochen zu sein: Nach der ersten Woche haben sich dort mehr als 420 Menschen aktiv am Stadtradeln beteiligt und dabei gut 32.000 Kilometer zurückgelegt; - im "erfahrenen" Rheinberg habe es dagegen noch nicht den erhofften Schub gegeben, teilte die Klimaschutzbeauftragte der Stadt Rheinberg, Nicole Weber, mit. Lediglich 16.000 Kilometer standen nach der ersten Woche auf dem Tacho, weniger als 200 Radler hatten ihre Kilometer eingetragen.

Aufgrund der Erfahrungen aus den Vorjahren ist Rheinberg ein "Langsam-Starter" beim Stadtradeln. So waren 2014 nach der ersten Woche auch erst 450 Radler aktiv, und das Tachometer lag seinerzeit bei 21.690 Kilometer - und am Ende standen doch 215.954 Kilometer zu Buche bei 2.066 aktiven Radlern.

Auch die gewählten Volksvertreter halten sich noch dezent zurück, erst sieben Ratsmitglieder samt Bürgermeister hatten sich und ihre Kilometer registriert.

70 bis 80 Prozent der Bundesbürger fahren Fahrrad, davon 30 Prozent relativ regelmäßig. Das wären in Rheinberg etwa 8000 bis 10.000 Menschen. Hinzu kommen hier Arbeitende, also auch Mitarbeiter ansässiger Firmen, die vielfach mit dem Auto oder Zug nach Rheinberg einpendeln, aber in ihrer Freizeit auch Rad fahren. Allein das Radfahren hilft nicht, - die gefahrenen Kilometer müssen beim Stadtradeln auch eingetragen werden. Dabei zählt jeder Kilometer.

Wenn es nur wenige Kilometer sind - kein Problem. In der Auswertung kann niemand die Kilometer erkennen. Aber wenn 3000 oder 4000 Menschen ihre gegebenenfalls nur wenigen gefahrenen Kilometer eintragen, hilft das Rheinberg. Und auch wer keinen Kilometerzähler hat, kann mitmachen. Entfernungen von Strecken lassen sich errechnen, gern hilft auch das Koordinatorenteam dabei.

Weitere Radler sollten im Netz auf www.stadtradeln.de gehen und sich unter "Radlerbereich" registrieren lassen. Unter "Rheinberg" finden Interessenten bereits eingetragene Teams, denen man sich anschließen kann. Natürlich kann jeder auch ein eigenes Team gründen (mit mindestens zwei aktiven Personen).

Mit dem Stadtradeln tun Teilnehmer etwas Gutes für sich selbst sowie für Umwelt und Klimaschutz. Über die Meldeplattform "RADar!" kann man der Stadtverwaltung mitteilen, wo beispielsweise Fahrradwege oder Abstellanlagen verbessert werden können. Das Rheinberger Lastenfahrrad Ronja kann zudem kostenlos beim Koordinationsteam ausgeliehen und genutzt werden. Als kleine Belohnung gibt es dann zum Abschluss der Aktion Preise zu gewinnen.

Kontakt: Koordinationsteam Rheinberg unter Telefon 02843 17149-8 und -3

Quelle: RP
 
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