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Rheinberg
Startschuss für den Marktplatz-Umbau

Rheinberg: Startschuss für den Marktplatz-Umbau
Stadtplanerin Sonja Hellmich, Bürgermeister Frank Tatzel, Patrick Rhöse, Bauleiter Klaus Schünke, Philipp Heßling, Fachbereichsleiter Robert Braun, Beigeordneter Dieter Paus und Wirtschaftsförderer Thomas Bajorat. Ulrike Brechwald, Vorsitzende der Werbegemeinschaft, wirbt schon mal fürs Fünfziger-Jahre-Stadtfest. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Der Marktumbau beginnt. "Endlich geht es los", sagte Baudezernent Dieter Paus gestern beim Ortstermin im Regen. "Und ich habe keine Zweifel, dass alles gelingt." Und Bauleiter Klaus Schünke vom Tiefbauamt der Stadt: "Am Montag rücken die Bagger an, dann sieht der Platz nie mehr so aus wie bisher." Von Uwe Plien

Für Schünke ist es bereits die zweite Marktplatz-Sanierung: 1983/84, als die kleinen Porphyrsteine verlegt wurden, arbeitete Schünke noch für das damals ausführende Bauunternehmen. Diesmal übernimmt das Weseler Unternehmen Lankes die Arbeiten.

Die Bänke aus Basaltlavastein an der Friedenseiche sind bereits am Donnerstag abgebaut worden. Und der Bauzaun steht auch schon. Die ganze Fläche wird rund einen Meter tief freigelegt. An der Grenze zum Lindenplatz, wo das Fontänenfeld hinkommt, sogar drei Meter. Bürger meister Frank Tatzel ist froh, dass es überhaupt kommt, denn die Anlage war an eine kräftige Finanzspritze von Sponsoren gebunden: "Die Sparkasse unterstützt das Projekt erfreulicherweise. Das hat auch damit zu tun, dass es die Sparkasse in diesem Jahr seit 150 Jahren in Rheinberg gibt", so Tatzel.

Die Stadt sei stets bemüht, flexibel zu sein, und will Veranstaltern entgegenkommen, betonte Dieter Paus: "Aber natürlich kommt es trotzdem zu Beeinträchtigungen." Allerdings sollen die außerhalb des Bauzauns nicht spürbar werden. Mit der Werbegemeinschaft als Veranstalterin des Stadtfestes am nächsten Wochenende ist alles besprochen. Ulrike Brechwald, Vorsitzende der Werbegemeinschaft, kann mit der Situation leben: "Wir haben uns darauf geeinigt, dass der Bauzaun für die Dauer des Stadtfestes so versetzt wird, dass 190 Quadratmeter mehr Fläche zur Verfügung stehen. Dadurch können wir sechs zusätzliche Stände aufbauen und haben mehr Bewegungsfläche." Denn zum Fest - Motto: "Die Wilden Fünfziger" - erwarten die Kaufleute allein an Samstagabend 2000 bis 3000 Besucher.

Dieter Paus erinnerte an das im Dezember 2015 vom Rat beschlossene Integrierte Handlungskonzept, das als Rahmen für verschiedene Baumaßnahmen innerhalb der Wälle dient und attraktive Fördermöglichkeiten eröffnet. "Wenn der Markt fertig ist, geht es mit dem Kirchvorplatz weiter, gefolgt von Holz- und Fischmarkt, Gelderstraße und Stadtburgareal." Die Sanierung des Großen Marktes schlägt mit 560.000 Euro zu Buche, 340.000 Euro davon sind Fördermittel. Paus: "Trotz des Haushaltssicherungskonzepts ist es uns gelungen, das zu finanzieren. Das zeigt auch, welche Wertschätzung dem Markt entgegengebracht wird."

Wenn alles nach Plan läuft, so Tiefbauamtschef Robert Braun, wird Ende November alles fertig sein. Dann wird das gräuliche Betonpflaster - Platten in drei verschiedenen Größen - verlegt sein - durchzogen von vier jeweils 16 Zentimeter breiten Edelstahlstreifen, in die Daten aus der mehr als tausendjährigen Stadtgeschichte eingraviert werden. "Band der Geschichte" heißt dieses schöne Extra.

Danach soll der Wochenmarkt vom Lindenplatz auf den Großen Markt umziehen. Ob der neue Platz später wie bisher zeitweilig als Parkfläche dient, das müsse grundsätzlich entschieden werden, sagte Beigeordneter Dieter Paus.

Quelle: RP
 
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