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Alpen
Sternfahrt zum Start des Stadtradelns

Alpen: Sternfahrt zum Start des Stadtradelns
Die Rheinberger Radlertruppe bei der Ankunft in Alpen. Gut 90 Teilnehmer aus fünf Kommunen beteiligten sich an der Stadtradel-Sternfahrt. FOTO: Fischer
Alpen. Die Radeltour feierte am Samstag Premiere. 90 Radler aus Xanten und Hamminkeln, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg zog es nach Alpen. Dort gab es am Rathaus ein kleines Unterhaltungsprogramm. Von Peter Gottschlich

Die Stadt Rheinberg ist ein Vorreiter beim Stadtradeln. "2009 waren wir das erste Mal dabei", erzählt Klimaschutzmanagerin Nicole Weber. "In einigen Jahren haben mehr als 2000 Rheinberger mitgemacht." Bei der Aktion sollen Menschen mit ihren Fahrrädern möglichst viele Kilometer zurücklegen, die sie drei Wochen lang aufschreiben. Die Zahlen gelangen in eine bundesweite Wertung. Und in der lag Rheinberg bei den gefahrenen Kilometern pro Einwohner immer im Spitzenfeld. Der Wettbewerb ist die eine Seite. Die andere: Die andere: Die Teilnehmer sollen das Fahrrad als Fahrzeug kennenlernen, mit dem sie nicht nur in der Freizeit, sondern auch im Alltag mobil sein können. Der Umwelt zuliebe.

Rheinberg ist in diesem Jahr erstmals nicht allein dabei. Gleich vier Städte und Gemeinden beteiligen sich zum ersten Mal am Stadtradeln: Xanten, Hamminkeln, Neukirchen-Vluyn und Alpen. Offiziell schloss sich auch der Kreis dem bundesweiten Mobilitätswettbewerb an. "So lässt sich in einem kreisweiten Vergleich sehen, in welcher Kommune die meisten Kilometer zurückgelegt werden", sagte Landrat Dr. Ansgar Müller. Dabei gibt es unterschiedliche Wertungen, beispielsweise die absolute Zahl der Kilometer, die Kilometer je Einwohner oder die Kilometer, die Ratsherren und Ratsfrauen zu verzeichnen haben.

Um gebührend ins Stadtradeln zu starten, hatten der Kreis und die fünf Kommunen erstmals zu einer Sternfahrt eingeladen. Zur Premiere starten am frühen Samstagnachmittag Radler aus allen fünf Kommunen. 25 fuhren am Rheinberger Rathaus los, um über Perrich das Alpener Rathaus zu erreichen. Ebenfalls 25 radelten von Neukirchen-Vluyn vorbei an der Halde Norddeutschland und über Lintfort zum Ziel. Zwölf Radler fuhren aus Hamminkeln an. Nur einige wenige starteten am Xantener Markt. Außerdem beteiligten sich 25 Radler an einer Rundfahrt durch die Alpener Ortsteile - begleitet von Lokalhistoriker Dieter Schauenberg. "Was gibt es schöneres, als bei diesem Wetter Fahrrad zu fahren", meinte Kurt Best mit Blick auf die strahlende Sonne und ein wenig Fahrwind. Der Neukirchen-Vluyner ist in seiner Kommune nicht nur stellvertretender Bürgermeister, sondern auch "Stadtradelstar", der drei Wochen lang auf jede Autofahrt verzichtet - auch als Mitfahrer.

Nachdem Best 25 Kilometer in die Pedale getreten hatte, konnte er sich wie die anderen Radfahrer an einer niederrheinischen Kaffeetafel stärken, die am Rathaus von den Alpener Landfrauen aufgebaut worden war. Außerdem durften sie sich beim Stand des Reitvereins Eintracht Veen mit Getränken versorgen, um nach der Pause für die Rückfahrt gestärkt zu sein.

Den Erlös aus dem Essen- und Trinkenverkauf fließt der Aktion "Bewegen hilft" zu. Deshalb durfte Guido Lohmann die "Sternradler" ebenso begrüßen wie Landrat Müller und Alpens Bürgermeister Thomas Ahls. "Jeder Cent kommt eins zu eins einem sozialen Zweck zugute", versprach der 52-jährige Sportler und Volksbank-Vorstand Lohmann. In Alpen ist das die Flüchtlingshilfe. Musikalisch unterhalten wurden die Radler von Willy Gietmann und Henry Menkhaus von den Comedians, die beispielsweise das Lied "Veronika, der Lenz ist da" von den Comedian Harmonists zum Besten gaben. Willy Gietmann betätigte sich auch als Bauchredner, der sich mit unterschiedlichen Stimmen an den Landrat, den Volksbank-Vorstand und eine Radlerin wandte. Das Trio durfte dann auch im Wechsel vorsingen: "Oh when the Saints go marching in." Die Stadtradler hatten sichtlich ihren Spaß an dem Unterfangen.

Quelle: RP
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