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Rheinberg
Strippenzug über den Strom ist geglückt

Rheinberg. Kraftakt: In gut zwei Stunden waren die neuen Stromleitungen am anderen Ufer in Rheinberg. Von Bernfried Paus

Der Brückenschlag über den Rhein ist geglückt. Nach gut zweieinhalb Stunden waren die neuen Hochspannungsleitungen über den Strom gespannt. Die Schifffahrt konnte wieder Knoten aufnehmen. Ein imponierender Kraftakt und eine logistische Meisterleistung von knapp einer halben Hundertschaft an Monteuren, die die die mächtigen Strippen gezogen haben - insgesamt 10,5 Kilometer lang und 14,5 Tonnen schwer.

Sieben Seilwinden arbeiteten dabei parallel, eine schon außergewöhnliche Leistung über eine Distanz von gut einem halben Kilometer über den Fluss hinweg. Die alten Seile waren zunächst auf Voerder Seite gekappt und dort mit den neuen auf den mächtigen Rollen verbunden worden. Dann wurde von Rheinberger Seite aus kräftig gezogen, wo die alten Trassenteile aufgerollt wurden, bis die neuen Abschnitte angekommen waren. Auf der gegenüberliegenden Seite wurde gebremst, damit der gewaltige Drahtseilakt in der Balance blieb und über dem Rhein nichts aus dem Ruder lief. Mit Erfolg. Kabelsalat ist ausgeblieben.

Sieben Seile wurden insgesamt transportiert, drei für den 220-kV-Kreislauf, drei für den 110-kV-Kreislauf und ein Blitzableiter. Die neuen Leitungen wurden zunächst provisorisch auf den je zwei Vorlandmasten zu beiden Seiten des Ufers abgelegt. Denn die Masten werden, wie ausführlich berichtet, um 40 Meter auf dann 96 Meter Höhe eingekürzt. Die Seile werden mit starken Kränen auf ihren endgültigen Platz gehievt, sobald die neuen Mastteile montiert sind.

Mitte August werden dann vom Helikopter aus Radarreflektoren, Flugwarnkugeln und Vogelschutzmarkierungen angebracht.

Quelle: RP
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