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Rheinberg
Team der Jugendarbeit wieder komplett

Rheinberg: Team der Jugendarbeit wieder komplett
Das Team der Jugendarbeit (v. l.): Frank Haffmanns (Erzieher offene Tür Zuff), Bufdi Lea Frings, Lena Kallen (Leiterin Zuff), Melanie von der Gathen (Leiterin Begegnungsstätte Reichelsiedlung) und Stadtjugendpflegerin Babette Heimes. FOTO: Fischer
Rheinberg. Die Säulen des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Rheinberg sind die Treffs Zuff und Puzzle, die mobile Stadtteilarbeit, die Begegnungsstätte Reichelsiedlung, die Schulsozialarbeit und die Ferienangebote im Sommer. Von Uwe Plien

Die Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Rheinberg wurde in den vergangenen drei Jahre Jahren auf eine harte Belastungsprobe gestellt. Mitarbeiter kamen und gingen, den jungen Rheinbergern gingen vertraute Gesichter und Ansprechpartner verloren. Insbesondere die Situation im Jugendzentrum Zuff wurde zum Politikum in der Stadt. Es gab öffentliche Diskussionen, viel Kritik, als positive Folge dieser Auseinandersetzung immerhin die Gründung eines Zuff-Beirates. Im Zuff hatte in kurzen Abständen fast die gesamte Belegschaft gekündigt, begründet wurde dies auch mit der Unzufriedenheit mit den Rahmenbedingungen.

Inzwischen sei Ruhe eingekehrt, versichert Stadtjugendpflegerin Babette Heimes. "Wir haben jetzt unser neues Team nahezu vollständig zusammen und können endlich wieder in geordneten Bahnen arbeiten", sagt sie. Das Kinder- und Jugendbüro koordiniert das Sachgebiet, zu dem neben dem Jugendzentrum "Zuff!07" und dem "Puzzle" im alten Orsoyer Rathaus die Begegnungsstätte Reichelsiedlung an der Eschenstraße, die mobile Stadtteilarbeit sowie die auf die Sommerwochen beschränkten Programme "Ferienkompass" und "Ferienalarm" gehören. Bestandteil des Konzepts sei es, dass das Personal flexibler eingesetzt werden könne, unterstreicht Babette Heimes. Jeder Mitarbeiter solle also in der Lage sein, auch mal in einer anderen Einrichtung zu arbeiten. Das "Zuff" wird von Lena Kallen geleitet, die sagt: "An der grundlegenden Ausrichtung unserer Arbeit hat sich nichts geändert." Von dienstags bis freitags gibt es von 13 bis 21 Uhr die offene Tür, für die Erzieher Frank Haffmanns zuständig ist. Die ersten eineinhalb Stunden sind speziell als Mittagspause ("Schülercafé") für die Europaschüler gedacht. Am Dienstag hat sich der "Kindertag" für die Sechs- bis Zwölfjährigen von 15 bis 18 Uhr etabliert. "Jedes Kind kann kommen, für die Kurse muss man sich allerdings anmelden", so Lena Kallen.

Die Offene Tür laufe ganz gut, beschreibt Frank Haffmanns. Es kommen überwiegend Jungen, von denen einige auch nicht ganz unproblematisch seien. "Inzwischen kommen aber auch mehr Mädchen", so der Erzieher. Tischtennis, kickern, Billard oder "chillen" - das Zuff ist nach wie vor ein beliebter Treffpunkt. Einmal im Monat gibt es Konzerte im Zuff, die Erzieher Sebastian Sturm organisiert. Discos werden nur sporadisch angeboten. Offenbar ist der Bedarf dafür nicht da. Lena Kallen: "Wir sind ständig mit den Jugendlichen im Gespräch und fragen sie: Was möchtet ihr?"

So sollen bald wieder Angebote für die Skater gemacht werden, wobei Kallen sagt: "Die Skater sind nicht unsere klassischen Besucher. Die meisten sind schon etwas älter." Gut angenommen werden die Mädchen- (freitags ab 15 Uhr) und die Jungengruppe (mittwochs ab 16 Uhr).

Das Orsoyer "Puzzle" wird überwiegend von Sechs-bis Zwölfjährigen besucht. Die Offene Tür gibt es dienstags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr für Kinder, dienstags von 18 bis 20 Uhr kommen Jugendliche zum Zuge. Ein besonderes Angebot in Orsoy ist die Lerngruppe für sechs Kinder, die eine intensive Betreuung nach der Schule bekommen.

Ende April soll das einst so erfolgreiche Angebot "Basketball/Badminton/Volleyball um Mitternacht" wiederbelebt werden - freitags ab 22 Uhr in der Großraumturnhalle am Schulzentrum. Zunächst als Versuch, wie Babette Heimes sagt.

In der Begegnungsstätte Reichelsiedlung ist jetzt Sozialpädagogin Melanie von der Gathen zuständig. Das breite Angebote im Haus an der Eschenstraße hat sich nicht verändert. Dort gibt es Platz und Zeit für Mädchengruppe, Kinderkino, Hausaufgabenhilfe, den Treff für Alleinerziehende, Diabetiker-Treff und, und, und. "Die Akzeptanz der Menschen dort ist enorm groß", sagt Melanie von der Gathen.

Unverändert läuft die mobile Stadtteilarbeit in Budberg, Millingen und Ossenberg weiter. Ein anderer wichtiger Faktor ist die Schulsozialarbeit in den Grundschulen, bei der es unter anderem um Streitschlichterprogramme und um soziales Lernen geht. "Eine präventive Maßnahme, die sich später bezahlt macht", sagt Babette Heimes.

Quelle: RP
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