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Rheinberg
Tempo 30 auf der Baerler Straße

Rheinberg. Rheinberger Bündnisgrüne freuen sich über den Teilerfolg ihres Antrags. Von Uwe Plien

Die Grünen haben ihren Erfolg bereits gebührend gefeiert. Schon seit langem setzt sich die Fraktion für Tempo 30 in Vierbaum ein. Jetzt steht fest, dass ein im Mai des vergangenen Jahres gestellter Antrag umgesetzt wird. Wenn auch nicht in dem Maße, wie sich die Bündnisgrünen das gewünscht haben.

Es geht um die Baerler Straße in Vierbaum. Auf dem nördlichen Teilstück zwischen der Gaststätte Schwarzer Adler und dem berühmt-berüchtigten Huckel in Höhe der Einmündung Bergweg wird Tempo 30 eingeführt. Allerdings nur zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens. Aus Lärmschutzgründen. Für den südlichen Teil der Baerler Straße (vom Schwarzen Adler Richtung Baerl bis zur Bahnlinie) wurde der Antrag der Grünen abgelehnt.

Aufs Jahr gesehen fahren pro Tag 2500 Fahrzeuge auf der Baerler Straße. Von der Stadt in Auftrag gegebene Messungen haben ergeben, dass Fahrzeuge dort zum Teil schneller fahren als die erlaubten 50 Stundenkilometer. Dadurch werde der zulässige Lärmpegel nachts überschritten, tagsüber allerdings nicht.

Die Baerler Straße gilt als Hauptverkehrsstraße, was bedeutet: Die Belange des Verkehrs überwiegen. Angesichts der Tatsache, dass sich die Lärmwerte an der Baerler Straße deutlich unterhalb der Richtwerte bewegen, überwiegen - zumindest tagsüber - an dieser Hauptverkehrsstraße die Belange des Verkehrs. Da auf der Baerler Straße allerdings nachts keine Busse und kaum Lkw fahren, wird die Bedeutung der Straße als Hauptverkehrsstraße wesentlich geringer als tagsüber eingeschätzt. Deshalb überwiegt nach Ansicht der Straßenverkehrsbehörde das Bedürfnis der Anwohner auf eine ungestörte Nachtruhe die Belange des Verkehrs. Laut Gutachter würde eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h eine Verringerung der Lärmwerte von 2,4 Dezibel bewirken. Durch verkehrsrechtliche Maßnahmen soll der Beurteilungspegel unter den Richtwert (70/60 Dezibel) abgesenkt, mindestens jedoch eine Pegelminderung um drei Dezibel bewirkt werden.

Im Haupt- und Finanzausschuss kam die Frage auf, um welche Maßnahmen es sich dabei handele. Jonny Strey, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung, sagte: "Schilder reichen dort nicht aus. Daran dürfte sich nachts niemand halten. Da müssen andere Maßnahmen her." Beigeordneter Dieter Paus sagte, es laufe wohl auf Aufpflasterungen hinaus. Einengungen, wie es sie auf der Baerler Straße jetzt schon gibt, reichten nicht aus.

Quelle: RP
 
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