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Rheinberg
Tischtennis-Abteilungen sind klar gegen ein Alkoholverbot

Rheinberg. Die fünf Tischtennisabteilungen der Rheinberger Sportvereine haben sich einstimmig gegen ein generelles Alkoholverbot in allen Rheinberger Gymnastikräumen und Turnhallen ausgesprochen. Der Sportausschuss hatte am 24. Februar (die RP berichtete) mehrheitlich für eine entsprechende Regelung gestimmt. Der Rat muss in seiner Sitzung am 20. April noch zustimmen.

"Grund dafür ist wohl, dass in der Vergangenheit in der Turnhalle Grote Gert aufgrund von Alkoholkonsum enorme Verschmutzungen festgestellt wurden", schreibt Ulrich Glanz als 1. Vorsitzender des SV Millingen. Er sei als Sprecher in dieser Sache "ausgeguckt" worden. In einer gemeinsamen Sitzung am 9. März haben sich die Vertreter der Tischtennisabteilungen und auch Mitglieder der Gesamtvorstände mit dem Thema befasst.

Glanz: "Ein solches Verbot hätte nach unserer Einschätzung nicht nur für den Tischtennissport in Rheinberg, sondern für alle Hallensportarten inklusive dem Breitensport negative Auswirkungen. Es wird befürchtet, dass durch ein Alkoholverbot die Geselligkeit, die Kameradschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl verloren gehen, und es sollte unseren Sportlerinnen und Sportlern, nur weil sie eine Hallensportart betreiben, nicht verwehrt werden, nach dem Training oder den Spielen den Abend bei dem einen oder anderen Gläschen Bier ausklingen zu lassen."

Alkohol gehöre im Erwachsenensport einfach zur Geselligkeit dazu. Und Geselligkeit binde die Mitglieder an den Verein. Überdies sei es in vielen Sportarten guter Brauch, nach den Spielen die gegnerische Mannschaft noch zu einem kurzen Beisammensein in der Sporthalle einzuladen, "was dann auch hinfällig wäre", wie Glanz mutmaßt.

Nach Einschätzung der Tischtennisvertreter wäre ein Alkoholverbot wohl einmalig nicht nur im Tischtenniskreis Niederrhein schon alleine deshalb bedenkenswert. "Ein solcher Beschluss schadet unseres Erachtens dem Sport in Rheinberg über die Grenzen der Stadt hinaus deutlich mehr, als dass er von Nutzen ist", heißt es weiter.

Selbstverständlich werde man Regelungen unterstützen, die geschaffen werden, um die einzelnen Verursacher der Verschmutzungen bis hin zu einem Hallennutzungsverbot zu sanktionieren. Das Statement des Vertreters des Stadtsportverbandes Rheinberg im Sportausschuss spiegele nicht die Meinung der betroffenen Vereine wider.

(up)
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