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Rheinberg
Tollitäten stehen wie Freunde zusammen

Rheinberg: Tollitäten stehen wie Freunde zusammen
Bürgermeister Frank Tatzel (im Anzug) und die Beigeordnete Rosemarie Kaltenbach (links daneben) mit den Rheinberger Prinzen und Prinzessinnen. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Am 17. Rheinberger Prinzentreffen nahm auch Ex-Bürgermeisterin Ute Schreyer als Initiatorin teil. Von Sabine Hannemann

"Das kann uns keiner nehmen", lautet das Motto der munteren karnevalistischen Abordnungen der Rheinberger Karnevalsgesellschaften, die sich zum traditionellen Prinzenempfang in der Alten Apotheke trafen. Bürgermeister Frank Tatzel hatte dazu eingeladen. "Wir hatten zunächst große Bedenken wegen des Sturms Friederike und waren kurz davor, das Treffen aus Sicherheitsgründen abzusagen", so Tatzel. Doch da das Orkantief bis zum Abend weitergezogen war, entschied er sich, durch mehrere Telefonate mit den Tollitäten bestärkt, das Treffen wie gewohnt im kleinen Rahmen stattfinden zu lassen.

Klar, dass die Sturmschäden im Stadtgebiet mit zum bestimmenden Thema des Abends gehörte. "Mein Dank gilt den Vertretern, die an dem Tag als Feuerwehrleute bei rund 90 Einsätzen unterwegs waren, und verständlicherweise nicht gekommen sind", sagte Tatzel.

Manch anderer Amtsträger, der zum Prinzentreffen wollte, saß aufgrund abgesagter Flüge auf dem Flughafen fest, wie zu hören war. "Mich haben Bitten aus den Reihen der Aktiven erreicht, das Prinzentreffen im familiären Rahmen nicht einschlafen zu lassen. Auch wenn die Stadt sparen muss, bleibt das Treffen in der Form bestehen", so der Bürgermeister. Das locker-fröhliche Treffen ohne Programm und Auftritte ist zu Jahresbeginn eine feste Größe, wie auch Carsten Kulms und Patrick Köhler vom 1. OKK '99 aus Orsoy bestätigen. Gerade vor den Sitzungen können untereinander organisatorische Dinge geregelt werden. "Man rückt einfach zusammen, hilft, wo Hilfe gebraucht wird. Der Zusammenhalt untereinander macht es aus", so Carsten Köhler über das Erfolgsrezept der nun 17 Jahre alten Übung.

Die Geburtsstunde des Prinzentreffens fällt in die Zeit von Altbürgermeisterin Ute Schreyer, die sich unter den Gästen befand. Als "Bönnsche" kannte sie den Karneval in der damaligen Bundeshauptstadt von ganz anderem Kaliber. Als Rheinberger Bürgermeisterin rief sie 2002 ein solches Treffen für die lokalen Karnevalsgesellschaften ins Leben. "Das kam als Idee super an, und ein Miteinander entwickelte sich", erinnert sie sich an den Start nach dem Motto 'echte Freunde stehen zusammen und feiern zusammen'. Als besonders gilt in diesem Reihen ein Karnevalsorden, der einmalig an 20 Personen innerhalb der Rheinberger Vereinigungen vergeben wurde und mit Stolz zu den Prinzentreffen angelegt wird.

Quelle: RP
 
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