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Rheinberg
Totales Personen-Chaos - urkomisch

Rheinberg: Totales Personen-Chaos - urkomisch
Wo jeder den anderen für jemand anderen hält, ist Chaos programmiert: Das ist das Rezept für die Verwechslungskomödie "Immer diese Schwiegermutter", die HerMann's Bühne am kommenden Wochenende im Pfarrheim St. Anna noch zwei Mal zeigt. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. "Immer diese Schwiegermutter": HerMann's Bühne hatte die Lacher auf ihrer Seite beim Lustspiel zum 20. Geburtstag. Von Peter Gottschlich

Das größte Geburtsgeschenk machten sich die Schauspieler der HerMann's Bühne selbst. Zum 20-Jährigen nahmen sie zwei Neue in ihren Reihen auf. Die eine ist Melanie Kovacs-Kaczmarek, die am Freitagabend das erste Mal im Pfarrheim Annaberg auf der Bühne stand. Der andere ist ihr Mann Thomas Kaczmarek, der bei der Komödie "Immer diese Schwiegermutter" erstmals als Souffleur im Kasten saß. Beide feierten eine geglückte Premiere - wie alle Laienspieler der HerMann's Bühne auf und hinter Bühne. Schließlich hat ihnen das Stück Beate Irmisch auf den Leib geschrieben.

Es ist eine Verwechslungskomödie, in der fast alle die Anderen für jemanden halten, der sie gar nicht sind. Hausmeister Emil Krause (Arnold Hendricks) und Hausdame Frieda (Marita Haasch) meinen, Walli Hoppenstett (Maria Becker) sei die Köchin, die vom Cateringservice zur bevorstehenden Verlobung kommen soll. Doch sie ist die künftige Schwiegermutter, die schon einen Tag vor der großen Verlobungsfeier ins Haus ihres Schwiegersohnes gekommen ist.

Die Schwiegermutter in spe sieht in Gernot von Zitzewitz senior (Frank Maaß) den Schwiegervater in spe, obwohl der 50-jährige Operntenor ihre 25-jährige Tochter (Melanie Kovacs-Kaczmarek) heiraten will. Den Schwiegersohn hat sie in Gernot von Zitzewitz junior (Werner Dufhaus) ausgemacht, kurz Gernötchen genannt, der mit der älteren Schauspielerin Marika (Ursula Koczet) Schluss machen will, um mit Emma Hoppenstett anzubändeln. Die beiden Gernots halten Blasius Hoppenstett (Heinz Wandel) und Käthe Hoppenstett (Ulla Elsner) für unbekannte Eindringlinge, obwohl sie Onkel und Tante der Verlobten sind. Diese haben fast gar keinen Überblick im personellen Chaos mit Marlise von Zitzewitz (Hannelore Tumminello), Mutter von Gernot von Zitzewitz senior, oder Catarina Wirbelwind (Monika Petrich), die aus keiner der beiden Familien stammt. Die ständigen Verwechselungen führen zu komischen Situationen mit ausgeprägten Charakteren.

Ein Beispiel ist Schwiegermutter Walli Hoppenstett, die "Ordnung in die Bude bringen will" und von Hausmeister Emil Krause schlicht als Feldwebel bezeichnet wird. Ein anderes ist Onkel Blasius Hoppen-stett, der einen "unbändigen Durst" hat und mit seiner Frau nur zur Verlobungsfeier angereist ist, um seinen Magen richtig vollzustopfen. Oder der stotternde Hausmeister Krause, der die Geschwindigkeit nicht erfunden hat und immer auf der Suche nach einem tropfenden Wasserhahn ist.

Die Schauspieler gehen in ihren Rollen auf. Seit Mai haben sie ihre Texte gelernt, seit September unter der Regie von Monika Kehrmann geprobt. Sie spielen bei drei Aufführungen am Wochenende - alle restlos ausverkauft - vor einem großartigen Bühnenbild, produzieren immer wieder Lacher und ernten Szenenapplaus.

Auch für die beiden nächsten Aufführungen sind alle 165 Plätze schon belegt - so am Freitagabend, 11. November, um 19.30 Uhr und am Sonntagabend, 13. November, um 17.30 Uhr im Pfarrheim von St. Anna an der Römerstraße.

Quelle: RP
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