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Rheinberg
Trotz des Erfolgs gibt es auch Kritik am Stadtfest

Rheinberg. Werbegemeinschafts-Chefin Ulrike Brechwald zog im Ausschuss für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur Bilanz. Von Uwe Plien

Ulrike Brechwald ist absolut überzeugt von der Qualität des Stadtfestes im Juni. Für die 1. Vorsitzende der Rheinberger Werbegemeinschaft gibt es da keine zwei Meinungen: "Das war super, wir haben uns schwer reingehängt und hatten einen Riesenerfolg mit dem Stadtfest", betonte Brechwald jetzt in der Sitzung des Ausschusses für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur. Dass aus den Reihen des Ausschusses dennoch Kritik geäußert wurde, verschlug der Vorsitzenden fast die Sprache - ihre dünnhäutige Reaktion ließ den Schluss zu, dass sie dies als unangebrachten und ungerechtfertigten Affront wertete.

Die Werbegemeinschaft hätte doch mehr Rheinberger Vereine einbinden können, monierte SPD-Vertreter Philipp Richter. Und das Angebot für Jugendliche und Kinder sei auch etwas dürftig gewesen.

Edeltraud Hackstein (FDP) führte an, dass die 50er Jahre ein gelungenes Motto für das Stadtfest gewesen seien. "Die 50er Jahre waren diesmal gut", so Hackstein. "Aber sie für Rheinberg zu etablieren, entspricht nicht unseren Vorstellungen." Dem schloss sich Christina Schmalz von den Grünen an. "Es gibt auch noch die 60er, 70er oder 80er Jahre. Aber die familiäre Atmosphäre war schön."

Uwe Hoppe (Die Linken) wünschte sich, dass die Ortsteile beim Stadtfest etwa über den Bürgerbus besser angebunden sein sollten. Das könne man sicher regeln, stellte Ausschussvorsitzender Günter van Wesel in Aussicht. Auch Claudia von Parzotka-Lipinksi (SPD) empfahl, nicht dauerhaft beim Fünfzigerjahre-Motto zu bleiben und unbedingt die Rheinberger Vereine anzuschreiben.

Diese kritischen Anmerkungen ließ Ulrike Brechwald nicht gelten. "Von hier aus lässt sich das alles leicht kritisieren, wenn man sich nicht mit dem Ordnungsamt auseinandersetzen muss", sagte sie ein wenig erregt. Was die Vereine angehe, so sagte die Vorsitzende. "Sie bringen uns kein Geld. Aber wenn sie sich rechtzeitig bei uns melden, berücksichtigen wir sie natürlich gerne in unserem Programm. Sie sind immer willkommen."

Versöhnliche Worte stimmte schließlich Angelika Sand von der CDU an. "Nehmen Sie als Tenor aus diesem Ausschuss mit, dass das Stadtfest als großer Erfolg gesehen wird. Aber es gibt auch beim größten Erfolg immer noch ein paar Dinge, die man besser oder anders machen kann." Dem konnte sich Günter van Wesel nur anschließen: "Sehen Sie die Meinung des Ausschusses als positive Kritik an."

Quelle: RP
 
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